Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH

Essen

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und Konzernlagebericht

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

A K T I V A




31.12.2010 Vorjahr

A. Anlagevermögen


I. Immaterielle Vermögensgegenstände 12.688.203,22
9.824.354,22
II. Sachanlagen 2.178.407.965,50
2.089.616.944,87
III. Finanzanlagen 1.181.560.051,77
1.182.247.607,78


3.372.656.220,49 3.281.688.906,87
B. Umlaufvermögen


I. Vorräte


1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.419.004,40
7.140.091,88
2. Unfertige Leistungen 32.539.183,19
27.036.843,56
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 30.996,79
40.014,57
4. Geleistete Anzahlungen 21.818,19
21.818,19


40.011.002,57 34.238.768,20
II. Forderungen und sonstige


Vermögensgegenstände


1. Forderungen aus Lieferungen


und Leistungen 52.641.266,29
30.458.938,59
2. Forderungen gegen Unternehmen,


mit denen ein Beteiligungsverhältnis


besteht 1.454.337,42
1.441.201,53
3. Sonstige Vermögensgegenstände 72.449.214,62
65.500.664,28


126.544.818,33 97.400.804,40
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens
143.916,97 193.070,68
IV. Kassenbestand, Guthaben bei


Kreditinstituten
15.412.563,23 28.963.674,43


182.112.301,10 160.796.317,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten
2.261.177,56 2.437.502,80


3.557.029.699,15 3.444.922.727,38


P A S S I V A


31.12.2010 Vorjahr

A. Eigenkapital

I. Gezeichnetes Kapital 66.200.000,00 66.200.000,00
II. Kapitalrücklage 373.819.422,26 373.661.002,17
III. Andere Gewinnrücklagen 59.779.946,59 53.822.989,43
IV. Konzernbilanzgewinn 24.524.103,69 26.524.092,36
V. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 186.002.095,34 185.392.767,12

710.325.567,88 705.600.851,08
B. Fördermittel und Zuschüsse von Dritten 188.878.806,89 183.031.409,57
C. Empfangene Ertragszuschüsse 10.284.042,27 12.118.836,99
D. Rückstellungen

1. Rückstellungen für Pensionen und

ähnliche Verpflichtungen 89.681.695,66 84.179.924,00
2. Steuerrückstellungen 2.220.066,32 2.619.187,69
3. Sonstige Rückstellungen 77.553.946,70 72.870.162,63

169.455.708,68 159.669.274,32
E. Verbindlichkeiten

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.076.353.088,55 1.049.073.024,97
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.033.870,52 25.120.342,89
3. Verbindlichkeiten aus

Lieferungen und Leistungen 78.547.775,65 43.394.888,11
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 210.598.597,91 200.089.578,80
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.644.170,14 4.930.933,27
6. Sonstige Verbindlichkeiten 1.075.466.547,09 1.060.180.168,76
davon aus Steuern T€ 5.567 (Vj. T€ 5.89)

davon im Rahmen der

sozialen Sicherheit T€ 186 (Vj. T€ 351)


2.476.644.049,86 2.382.788.936,80
F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.441.523,57 1.713.418,62

3.557.029.699,15 3.444.922.727,38

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010




2010 Vorjahr


1. Umsatzerlöse
607.835.404,64 598.911.337,60
2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen



und unfertigen Leistungen
4.248.675,96 -105.845,10
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
10.071.575,84 13.071.332,08
4. Sonstige betriebliche Erträge
45.822.302,61 53.380.522,30



667.977.959,05 665.257.346,88
5. Materialaufwand



a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und



Betriebsstoffe und für bezogene Waren 146.635.549,05
145.414.825,30

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 75.424.537,22
79.428.561,03

c) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung



und Verkaufsgrundstücke 40.758.508,12
40.172.822,24



262.818.594,39 265.016.208,57
6. Personalaufwand



a) Löhne und Gehälter 174.254.839,02
177.766.340,03

b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für



Altersversorgung und für Unterstützung 55.886.057,92
55.337.992,54

davon für Altersversorgung: T€ 22.134
230.140.896,94 233.104.332,57

i. Vj: T€ 22.632


7. Abschreibungen



a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-



gegenstände des Anlagevermögens und



Sachanlagen 87.158.012,87
83.085.714,46

b) Erträge aus der Auflösung von Förder-



mitteln und Zuschüssen von Dritten 5.107.811,80
5.274.793,97



82.050.201,07 77.810.920,49
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
58.411.904,89 71.285.124,23
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten



Unternehmen 301.524,64
333.920,88
10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 51.273.404,02
61.482.222,84
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und



Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 14.543.479,98
15.931.677,48
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 378.596,90
863.636,00
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 34.758,00
50.634,24
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 57.629.652,55
51.073.092,61
15. Finanzergebnis
8.832.594,99 27.487.730,35
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
43.388.956,75 45.528.491,37
17. Außerordentliche Aufwendungen/



Außerordentliches Ergebnis
3.002.493,00 0,00
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
5.364.924,66 6.554.520,09
19. Sonstige Steuern
4.248.209,39 3.837.200,87
20. Jahresüberschuss
30.773.329,70 35.136.770,41
21. Anderen Gesellschaftern zustehender Gewinn
11.306.191,90 10.924.487,54
22. Konzernjahresüberschuss
19.467.137,80 24.212.282,87
23. Gewinn-/Verlustvortrag
26.524.092,36 -26.038.609,59
24. Gewinnausschüttung
20.000.000,00 0,00
25. Entnahmen aus Kapitalrücklagen
0,00 29.218.620,60
26. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen
0,00 1.044.795,21
27. Einstellung in andere Gewinnrücklagen
1.467.126,47 1.912.996,73
28. Konzernbilanzgewinn
24.524.103,69 26.524.092,36

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010


2010 2009

T € T €
Periodenergebnis 30.773 35.137
außerordentliches Ergebnis (nicht zahlungswirksam) 3.002 0
Abschreibungen/Zuschreibungen und Nachaktivierungen

auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 87158 83136
auf Finanzanlagen 30 0
Zunahme der Rückstellungen 10.126 10.524
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -10.191 -5.623
Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des

Anlagevermögens -7.221 -6.704
Abnahme/Zunahme der Vorräte, Liefer- und Leistungsforderungen

sowie anderer kurzfristiger Aktiva, die nicht der Investitions- oder

Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -34.691 13.573
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und

Leistungen sowie anderer kurzfristiger Passiva, die nicht der

Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 44.370 -16.747
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 123.356 113.296
Einzahlungen aus

Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 12.937 10.212
Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 7.204 10.505
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagewerte

und Sachanlagen -185.461 -163.750
Finanzanlagen -5.614 -42.472
Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 0 -9.705
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -170.934 -195.210
Auszahlungen an Unternehmenseigner -20.000 0
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 2.043 500
Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter -11.181 -10.089
Erhaltene Zuschüsse und Fördermittel 14.204 12.690
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten/

Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten (Saldo) 38.979 91.753
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 24.045 94.854
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -23.533 12.940
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 28.900 15.960
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5.367 28.900


Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:





Verände-

31.12.2010 31.12.2009 rung

T € T € T €
Kassenbestand, Bankguthaben 15.413 28.964 -13.551
Cash Pooling mit der Stadt Essen -10.046 0 -10.046
Kontokorrentverbindlichkeiten


gegenüber Kreditinstituten 0 -64 64

5.367 28.900 -23.533

Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2010


Mutterunternehmen Minderheitsgesellschafter Konzern

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes
Konzerneigenkapital
Eigenkapital
gemäß
Konzernbilanz
Minderheitenkapital Konzerneigenkapital
Stand am 1.1.2009 66.200.000,00 402.079.622,77 26.916.178,32 495.195.801,09 184.755.644,16 679.951.445,25
Entnahmen und Einzahlungen durch





Gesellschafter 0,00 -28.718.620,60 29.218.620,60 500.000,00
500.000,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 -10.089.159,02 -10.089.159,02
Änderungen des
Konsolidierungskreises
0,00 0,00 0,00 0,00 -198.205,56 -198.205,56
Übrige Veränderungen 0,00 300.000,00 0,00 300.000,00 0,00 300.000,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 24.212.282,87 24.212.282,87 10.924.487,54 35.136.770,41
Stand am 31.12.2009 66.200.000,00 373.661.002,17 80.347.081,79 520.208.083,96 185.392.767,12 705.600.851,08
Einzahlungen durch Gesellschafter 0,00 1.926.846,16 0,00 1.926.846,16 116.153,84 2.043.000,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 -20.000.000,00 -20.000.000,00 -11.180.562,41 -31.180.562,41
Übrige Veränderungen 0,00 -1.768.426,07 4.489.830,69 2.721.404,62 367.544,89 3.088.949,51
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 19.467.137,80 19.467.137,80 11.306.191,90 30.773.329,70
Stand am 31.12.2010 66.200.000,00 373.819.422,26 84.304.050,28 524.323.472,54 186.002.095,34 710.325.567,88

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010

Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

Für das Geschäftsjahr 2010 hat die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft einen Konzernabschluss gemäß den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend der Formblattverordnung für Wohnungsunternehmen in der Fassung vom 25. Mai 2009 und der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen in der Fassung vom 13. Juli 1988 erweitert. Außerdem wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Versorgungswirtschaft und der Abwasserentsorgung der Posten „Technische Anlagen und Maschinen“ weiter untergliedert.

Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte erstmalig die Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Gemäß Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst.

Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 298 Abs. 1, § 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.


Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze


In die Konsolidierung sind neben der EVV folgende Tochterunternehmen als verbundene Unternehmen einbezogen:


Gezeichnetes Kapital Anteil am Kapital

T€ %
RGE Servicegesellschaft Essen mbH, Essen 1.500 100,00
EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH, Essen 1.059 100,00
Allbau Managementgesellschaft mbH, Essen 1.023 100,00
Entwässerung Essen GmbH, (EEG), Essen 26 100,00
Weisse Flotte Baldeney-GmbH, Essen 25 100,00
Altstadt Baugesellschaft mbH & Co. KG, Essen 1.535 94,00
Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft, Essen 13.294 92,31
Allbau AG, Essen 23.008 81,78
Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft, Essen 56.320 51,00
Entsorgungsbetriebe Essen GmbH, Essen 10.200 51,00


Die Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen GbR Bredeneyer Tor in Essen, – Büro-haus Alfredstraße –, Essen, wurde nach der Equity-Methode (Buchwertmethode) bilanziert. Der Anteil am Kapital beträgt 50 %. Der Wertansatz wurde auf der Grundlage der Wertan­sätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile ermittelt.

Die anderen assoziierten Unternehmen sind für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung; sie wurden daher nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Einzelnen handelt es sich um: Anteil am

Kapital

%
Stadtbahn-Betriebsführungsgesellschaft Ruhr mit beschränkter Haftung;
(SBG-Ruhr), Essen 50,00
Wassergewinnung Essen GmbH, Essen 50,00
Otto Lingner Verkehrs GmbH, Bochum 50,00
rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH, Duisburg 50,00
enuvo - rhein ruhr Gesellschaft für Erneuerbare Energie mbH, Essen 50,00
akuras gmbH, Essen 50,00
essen.net gmbH 50,00
Infralogistik ruhr GmbH, Essen 49,00
Via Verkehrsgesellschaft GmbH, Essen 45,30
TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH,Wuppertal 35,81
ZukunftsZentrum Zollverein AG zur Förderung von Existenzgründungen
Triple Z, Essen 28,57
zebra.Gesellschaft für Baumanagement mbH, Essen 25,88
Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG (KGE), Gronau Epe 25,00
Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft Epe mbH (KGBE), Gronau Epe 25,00
VEKS-Verwertung und Entsorgung Karnap-Städte Holding GmbH, Essen 24,68


Die Gesellschaften EVAG und WFB sind unverändert durch Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der EVV als Mutterunternehmen verbunden. Außerdem bestehen mit den Gesellschaften SWE, RGE und EVB unverändert Gewinnabführungsverträge mit der EVV.

Die Kapitalkonsolidierung für ab 2010 zu erfassende Konsolidierungsvorgänge erfolgt gemäß der BilMoG Änderung des § 301 Absatz 1 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem Konzernanteil am neubewerteten Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist ( § 302 Absatz 2 Satz 1 HGB). Die ansatzfähigen Vermögensgegenstände, Schulden und Eventualverpflichtungen der Tochterunternehmen werden dabei unabhängig von der Höhe des Minderheitenanteils mit ihren Zeitwerten angesetzt. Die bei der Erstkonsolidierung vorhandenen stillen Reserven und Lasten werden aufgedeckt und entsprechend der ihnen zugrundeliegenden Vermögensgegenstände und Schulden bilanziert. Im Berichtsjahr erfolgten keine Erstkonsolidierungen.

Für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 wurde abweichend vom Deutsche Rechnungslegungs-Standard 4 „Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss“ („DRS 4“), der bereits die Neubewertung vorsah, für die Kapitalkonsolidierung die Buchwertmethode gemäß § 301 Absatz 1 Nr. 1 HGB angewendet. Des weiteren wurde für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 abweichend von DRS 4 die Kapitalkonsolidierung der wesentlichen Tochtergesellschaften nicht mit den Wertansätzen zum Erwerbszeitpunkt, sondern zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens vorgenommen. Ferner wurde abweichend von DRS 4 der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH zum 1. Januar 2005 entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 6.832 nicht als Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben, sondern gemäß § 309 Absatz 1 HGB alte Fassung direkt mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

In den Sachanlagen des Konzerns sind die Grundstücke mit Wohnbauten der Allbau AG enthalten. Dabei sind im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum 1. Januar 1999 stille Reserven auf den Grundstücksanteil in Höhe von 262.389 T€ aufgedeckt worden, die auf dem durch ein Gutachten bestätigten Ertragswert und von der Allbau ermittelten Verkehrswerten beruhten und im Berichtsjahr im Rahmen eines intern durchgeführten Impairmenttests auf Grund von Bodenrichtwerten überprüft wurden. Der im Rahmen der zum 31. Dezember 2009 erfolgten Erstkonsolidierung der Altstadt Baugesellschaft mbH & Co KG einschließlich nachträglicher Anschaffungskosten entstandene aktivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 10.754 T€ wurde auf Basis eines Gutachtens zur Ermittlung von Verkehrswerten der Immobilienbestände auf die im Sachanlagevermögen enthaltenen stillen Reserven verteilt und ab dem Geschäftsjahr 2010 über die jeweilige Restnutzungsdauer der entsprechenden Gebäude abgeschrieben. Im Berichtsjahr fiel eine Abschreibung in Höhe von 1.492 T€ an.

Für die Ermittlung der latenten Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und –entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Passive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen auf Grund der Aktivierung von stillen Reserven im Sachanlagevermögen im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. Unterschiedliche Wertansätze im Wesentlichen im Sach- und Finanzanlagevermögen sowie bei den Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen führen zu aktiven latenten Steuern, die die passiven latenten Steuern übersteigen.
Es wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die latenten Steuern nach § 306 mit § 274 HGB zusammenzufassen und saldiert auszuweisen und den verbleibenden aktivischen Überhang aus der Berechnung nach § 274 HGB nicht auszuweisen.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet, die Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.


Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden


Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend wurden die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie der Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten für selbst erstellte Sachanlagen umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die planmäßig verrechneten Abschreibungen richten sich grundsätzlich nach der in den steuerrechtlichen Abschreibungstabellen jeweils vorgegebenen Nutzungsdauer. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftliche Nutzungsdauer abweicht. Die Abschreibungen erfolgen linear bzw. staffelmäßig degressiv. Für 2010 wurden die Aktivierungsgrundsätze dahin gehend geändert, dass Ersatzinvestitionen im Streckennetz der Verkehrssparte ab einer Länge von 100 Metern erstmalig aktiviert wurden. Im Vergleich zum Vorjahr wird dadurch das Ergebnis um 3.469 T€ höher ausgewiesen.

Die in den Einzelabschlüssen gebildeten Wertberichtigungen und Rücklagen nach § 6 b EStG wurden im Konzernabschluss eliminiert.

Soweit Anlagegegenstände der EVAG, SWE und EEG bezuschusst oder finanziell gefördert wurden, sind diese Mittel zur Verbesserung des Einblickes in die Vermögens- und Finanzlage auf der Passivseite unter dem gesonderten Posten „Fördermittel und Zuschüsse von Dritten“ ausgewiesen. Sie werden nach Maßgabe der Nutzungsdauer der bezuschussten Sachanlagen aufgelöst.

Bei den empfangenen Ertragszuschüsse handelt es sich um nicht rückzahlbare Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten, die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmt wurden. Diese Zuschüsse werden planmäßig mit 5 % p. a. zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst.

Die Beteiligungen, Wertpapiere, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und anderen Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die sonstigen zinslosen Ausleihungen werden zum Barwert (Rechnungszinsfuß 5,5 %) ausgewiesen. Unter den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden 13.595.575 RWE AG Aktien i.H.v. 1.066.229 T€ ausgewiesen, die im Rahmen von unentgeltlichen Wertpapierleihen an die RWE Energiebeteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG mit Verträgen vom 18. Dezember 2007 überlassen wurden. Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Stichtag von 678.283 T€ ist unterblieben, da für 10.146.620 dieser Aktien eine Rückgabeverpflichtung zu Anschaffungskosten von 966.263 T€ an die Stadt Essen besteht und somit kein Kursrisiko besteht.

Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens außerplanmäßig auf den beizulegenden niedrigeren Wert abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Einzelkosten unter Einbeziehung angemessener notwendiger Gemeinkosten. Die Waren beinhalten zum Verkauf bestimmte Grundstücke mit fertigen Bauten bewertet zu Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert unter Berücksichtigung erkennbarer Ausfallrisiken ausgewiesen. Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 16 T€, von den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben 31 T€ und von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 16.176 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Wertpapiere im Umlaufvermögen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt und haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 61 T€ Disagio enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen entsprechen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Aus der BilMoG-Umstellung wurde im Geschäftsjahr ein Betrag in Höhe von 925T€ zugeführt und erfolgswirksam unter den außerordentlichen Aufwendungen erfasst. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt 5.845T€.

Für die Rückstellung für Bauinstandhaltung wurde von dem Beibehaltungsrecht des Art. 67 Abs. 3 EGHGB kein Gebrauch gemacht. Der aus der Auflösung resultierende Betrag in Höhe von 3.283 T€ wurde unmittelbar in die Gewinnrücklage eingestellt.

Steuer- und sonstige Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten in angemessener Höhe gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und Leibrentenverpflichtungen zum Barwert mit einem Rechnungszinsfuß von 5,5 % passiviert.
Angaben zu Posten der Konzernbilanz

Das Anlagevermögen des Konzerns, das nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefasst wurde, ist im Einzelnen in der Anlage „Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens“ dargestellt.

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Betriebs- und Heizkosten in Höhe von 26.726 T€. Diesen stehen erhaltene Anzahlungen von insgesamt 28.975 T€ gegenüber.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist der abgegrenzte Wasser- und Gasverbrauch zwischen Ablese- und Bilanzstichtag in Höhe von 85.233 T€ (Vj. 76.044 T€) enthalten. Hiervon wurden erhaltene Anzahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkauf in Höhe von 67.663 T€ (Vj. 72.997 T€) abgesetzt.

Die Kapitalrücklage hat sich in Folge von Einzahlungen durch Gesellschafter bei der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH und der Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft Essen in Höhe von 1.926 T€, denen eine Umgliederung von 1.768 T€ in die Gewinnrücklagen gegenübersteht und um 158 T€ von 373.661 T€ auf 373.819 T€ erhöht.

Die Erhöhung der Gewinnrücklagen um 5.957 T€ resultiert im Wesentlichen aus Einstellungen in die Gewinnrücklagen der EVV im Rahmen der Gewinnverwendung 2009 (1.467 T€), Einstellungen in die Gewinnrücklagen auf Grund von BilMoG (2.722 T€) und der Umgliederung aus der Kapitalrücklage.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter erhöhte sich um 609 T€ auf 186.002 T€.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechen dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag aller Versorgungsverpflichtungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Heubeck – die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen. Sie wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 5,15 % (Vorjahr 5,0 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen wurde ein Rententrend von jährlich 1,75 % und eine Gehaltsdynamik von jährlich 2 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer, die Umsatzsteuer sowie Körperschaftsteuer, Lohnsteuer, Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag.

Von den sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen:



Vorjahr
Mio. €
Mio. €
39,9 auf Altersteilzeit/Vorruhestand (33,9)
4,3 auf Ausstehende Rechnungen (0,8)
3,8 auf Jubiläumsverpflichtungen an Arbeitnehmer (3,7)
3,4 auf Urlaubsverpflichtungen (4,1)
2,3 auf Bauinstandhaltungen (3,3)
3,2 auf Überstunden/Gleitzeitkonten (2,6)
2,8 auf Gleisrückbau (2,7)
2,3 auf undichte Abwasserleitungen (1,8)
2,3 auf unterlassene Instandhaltungen (1,6)
0,8 auf Kommunale Ausgleichzahlungen (3,5)
2,3 auf Rückforderung von Gasbezugskosten (2,3)
2,1 auf Baukosten für Verkaufsmaßnahmen (2,1)
1,5 auf evtl. Rückzahlungen von Leistungen nach dem (1,5)

Schwerbehindertengesetz (DB-Anteil)
1,3 auf Jahresabschlusskosten (1,3)
1,2 auf Aufbewahrungskosten (1,1)
1,0 auf Berufsgenossenschaftsbeiträge (0,3)
0,9 auf Entgeltausgleichsverpflichtungen (1,8)


Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:



Davon mit einer Restlaufzeit

31.12.2010 bis 1 Jahr über 5 Jahre

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.076.353.088,55 54.695.643,49 734.719.965,69
(Vorjahr) (1.049.073.024,97) (47.342.783,65) (770.301.257,69)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 30.033.870,52 30.033.870,52 0,00
(Vorjahr) (25.120.342,89) (25.120.342,89) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.547.775,65 78.243.260,73 4.767,00
(Vorjahr) (43.394.888,11) (43.301.888,11) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 210.598.597,91 208.868.597,91 0,00
(Vorjahr) (200.089.578,80) (0,00) (575.820,08)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit


denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.644.170,14 5.644.170,14 0,00
(Vorjahr) (4.930.933,27) (4.930.933,27) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.075.466.547,09 23.720.172,10 1.016.958.176,06
davon gegenüber Gesellschaftern 966.262.622,60 0,00 966.262.622,60
(Vorjahr) (1.060.180.168,76) (27.898.986,49) (1.004.578.435,63)
(davon gegenüber Gesellschaftern) (966.262.622,60) (0,00) (966.262.622,60)
Gesamt 2.476.644.049,86 401.205.714,89 1.751.682.908,75
(Vorjahr) (2.382.788.936,80) (148.594.934,41) (1.775.455.513,40)


Von den Verbindlichkeiten sind 1.139,2 Mio. € gesichert.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 251,0 Mio. € grundpfandrechtlich gesichert, 580,6 Mio. € kommunal verbürgt und für 27,1 Mio. € bestehen Sicherungsübereignungen von Fahrzeugen. Für 175,7 Mio. € erfolgt die Sicherung durch Forderungsabtretungen und für weitere Darlehen über 35,7 Mio. € besteht eine Negativvereinbarung. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind 66,8 Mio. € grundpfandrechtlich gesichert und 2,3 Mio. € sind kommunal verbürgt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beinhalten im Wesentlichen ein von der Stadt Essen an die EVV gegebenes Darlehen in Höhe von 199,7 Mio. €.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine Verpflichtung zur Rückübertragung von 10.146.620 Stück Stammaktien der RWE AG in Höhe von 966.263 T€ passiviert. Die Aktien wurden im Wege der unentgeltlichen Wertpapierleihe von der Stadt Essen an die EVAG ausgeliehen.

Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Von den gesamten Umsatzerlösen in Höhe von 607,8 Mio. € entfallen:



Vorjahr
Mio. €
Mio. €
133,00 auf Gaslieferungen der SWE (155,9)
91,60 auf Verkehrsleistungen der EVAG (einschl. erhaltene Abgeltungszahlungen (89,0)

und geleistete Ausgleichszahlungen an andere Verkehrsunternehmen)
87,00 auf die Wohnungsbewirtschaftung der Allbau AG (90,5)
73,70 auf Wasserlieferungen der SWE (72,7)
64,90 auf sonstige Leistungen (56,7)
63,90 auf Abwasserentsorgung der SWE (65,8)
39,10 auf Abfallbeseitigung der EBE (38,3)
16,90 auf Straßenreinigung der EBE (14,2)
15,40 auf Reinigungsarbeiten der RGE (15,8)


Die sonstigen betriebliche Erträge enthalten konzernweit Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (1.227 T€), Erträge aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens (7.202 T€) sowie Erträge aus Abgängen des Finanzanlagevermögens (932 T€). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen aufgelöste Sonderposten für Investitionszuschüsse (875 T€) der SWE enthalten. Zudem sind die Erträge der SWE aus Personalgestellungen an Wassergewinnung Essen GmbH, infralogistik ruhr GmbH und rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH in Höhe von insgesamt 7.381 T€ in den sonstigen Erträgen enthalten. Von den periodenfremden Erträgen 9.788 T€ entfallen auf Erträge aus Anlageabgängen 7.202 T€ und auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.229 T€.

Im Materialaufwand sind unter Pos. 5 c die Aufwendungen für Hausbewirtschaftung und Verkaufsgrundstücke ausgewiesen. Diese Gliederung entspricht dem von der Allbau AG und der Allbau Management GmbH angewendeten Gemeinschaftskontenrahmen für die Wohnungswirtschaft.

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Beträge in Höhe von 96 T€. Von den Abschreibungen sind korrespondierende Erträge aus der Auflösung von Fördermitteln und Zuschüssen offen in der Gewinn- und Verlustrechnung abgesetzt.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden die an die Stadt Essen zuzahlenden Konzessionsabgaben in Höhe von 14.528 T€ (Vj. 13.754 T€) der SWE ausgewiesen. Außerdem ist hier die Belastung aus dem vom Land Nordrhein-Westfalen erhobenen Wasserentnahmeentgelt mit 1.456 T€ (Vj. 1.740 T€) der SWE enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen (1.921 T€) betreffen mit 753 T€ Verluste aus Anlageabgängen und mit 459 T€ Forderungsverluste.

Unter den Erträgen aus sonstigen Beteiligungen sind im Wesentlichen die Gewinnausschüttungen der RW Energie Beteiligung (EVAG, EVV) ausgewiesen.

In den Erträgen aus Wertpapieren des Finanzanlagevermögens wurden im Berichtsjahr im Wesentlichen die Dividendenausschüttungen der RWE-AG (EVAG), des Essverkehrsfonds (EVAG) und der RW Holdung AG (EVV) ausgewiesen.

Es wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 35 T€ vorgenommen.

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Zuführungen zu den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen im Rahmen der BilMoG-Umstellung.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer ausgewiesen.


Ergänzende Angaben

1. Sonstige, nicht in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungen


Sonstige, nicht in der Bilanz ausgewiesene finanzielle Verpflichtungen bestehen bei den folgenden Unternehmen:


Stadtwerke Essen AG

Zur Finanzierung eines neuen Büro- und Lagergebäudes der infralogistik ruhr GmbH hat die Stadtwerke Essen AG eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 1,69 Mio. € zugunsten der Sparkasse Essen übernommen. Für die Errichtung einer Solaranlage auf den Gebäudedächern der infralogistik ruhr GmbH wurde im Berichtsjahr eine weitere Ausfallbürgschaft in Höhe von 0,47 Mio. € zugunsten der Sparkasse Essen übernommen.


Entwässerung Essen GmbH

Die EEG hat den Mitgliedern der Geschäftsführung und den Prokuristen keine Versorgungszusagen erteilt. Als Ausgleich hierfür hat sich die EEG verpflichtet, neben der SWE für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen aus den Anstellungs- bzw. Arbeitsverträgen zwischen den Bezugsberechtigten und der SWE bis zur Höhe von einem Drittel dieser Verpflichtungen (2,0 Mio. €) zu haften.


Essener Verkehrs-AG

An den Wertpapieren des Anlagevermögens ist der Sparkasse Essen ein Pfandrecht zur Besicherung einer Kreditlinie in Höhe von 3,1 Mio. € eingeräumt. Die Kreditlinie wurde zum 7. Februar 2011 gekündigt.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt 5.081 T€. Davon entfallen auf Miete 129 T€ und das Bestellobligo 4.852 T€.


Allbau AG

Das am 31. Dezember 2010 bestehende Bestellobligo für vergebene Bauaufträge ist durch zugesagte, aber noch nicht valutierte Kredite und Erwerberleistungen überdeckt.

Für zukünftige Instandhaltungs-, Modernisierungs-, Umbau- und Sanierungs- sowie Neubaumaßnahmen ist ein 5-Jahresprogramm aufgestellt. Die Finanzierung ist teilweise durch Mittelzuflüsse aus den zukünftigen Jahresergebnissen bei rückläufigem Tilgungsvolumen auf vorhandene Kredite und teilweise durch branchenübliche Fremdfinanzierung vorgesehen.

Die Allbau haftet für den Fall der Kündigung des Ergebnisabführungsvertrages zwischen Allbau AG und AMG gesamtschuldnerisch neben der AMG für die finanziellen Verpflichtungen aus einer Versorgungszusage, soweit diese Verpflichtungen nicht durch den Pensionssicherungsverein erfüllt werden.


Allbau Managementgesellschaft mbH

Nicht in der Bilanz ausgewiesene Leasing-Verpflichtungen bestehen in Höhe von 245 T€.


Entsorgungsbetriebe Essen GmbH

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von 12.750 T€. Von dem Gesamtbetrag entfallen 3.603 T€ auf das Jahr 2011, 3.528 T€ auf das Jahr 2012, 2.274 T€ auf das Jahr 2013, 3.126 T€ auf das Jahr 2014 und 3.061 T€ auf das Jahr 2015.

Im Rahmen der Zusatzversorgung der Arbeitnehmer besteht eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung gemäß dem Versorgungstarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Zur Erfüllung dieser Versorgungsverpflichtung war die EBE GmbH Mitglied der Zusatzversorgungskasse der Stadt Essen bis zum 31. Dezember 2002. Die RZVK hat zum 1. Januar 2003 die ZVK Essen mit deren Mitgliedern übernommen. Die EBE GmbH hat als ehemaliges Mitglied der ZVK Essen die sich nach einem versicherungsmathematischen Gutachten ergebenden finanziellen Nachteile entsprechend dem Verhältnis der Umlageaufkommen aller Mitglieder aus dem Jahr 2001 anteilig in Höhe von insgesamt 10.165 T€ zu tragen. Nach Abschluss des Jahres 2010 beträgt das Restdarlehen mit Stand 31. Dezember 2010 noch 7.281 T€. Der v. g. Betrag ist über einen Zeitraum von 20 Jahren in Höhe einer Sonderumlage von 2,65 % zu zahlen. Für einen Zeitraum von zunächst 10 Jahren wurde eine Zinsfestschreibung von 5,131 % vereinbart. Für den zweiten Zehnjahreszeitraum wird ein neuer Mischzins entsprechend der getroffenen Vereinbarung gebildet. Der im Berichtszeitraum gültige Umlagesatz betrug 4,25 %, das Sanierungsgeld 2,65 % und der Nachteilsausgleich 3,50 %. Die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter belief sich in 2010 auf 33.000 T€.

Das Bestellobligo beträgt zum Bilanzstichtag 68 T€.


EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von 911 T€, davon entfallen 495 T€ auf das Jahr 2011, 275 T€ auf das Jahr 2012, 113 T€ auf das Jahr 2013 und 28 T€ auf das Jahr 2014.

Aus vergebenen Verträgen und Aufträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2010 in Höhe von 785 T€. Diese betreffen im Wesentlichen: Unfallversicherung 185 T€, Personalgestellung Werkstatt 375 T€, Nutzungsentgelte 88 T€, Mietverpflichtungen 45 T€, Technische Gebäude Ausstattung 40 T€, Gebäudereinigung 11 T€ und diverse sonstige Verpflichtungen mit insgesamt 41 T€.

Aus Investitionen besteht ein Bestellobligo zum Bilanzstichtag in Höhe von 53 T€.


RGE Servicegesellschaft Essen mbH

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Mietverpflichtungen über
einen Festmietzeitraum vom 1. Juli 2004 bis zum 30. Juni 2016 in Höhe von 997 T€ (Vj. 1.178 T€) und aus Leasingverpflichtungen in Höhe von 271 T€ (Vj. 161 T€)


2. Derivate Finanzinstrumente

Essener Verkehrs-AG


Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Preisrisiken beim Dieselbezug ausgesetzt. Die Absicherung eines Teils des geplanten Dieselbezugs in den Jahren 2011 bis 2014 erfolgt im Wesentlichen im Rahmen eines Portfoliohedges durch Dieselswapgeschäfte. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Marktpreisen zurückgehen.

Zur bilanziellen Abbildung der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode angewendet.

Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen gehen wir aus, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt.

Über den angegebenen Zeitraum gleichen sich die Wertänderungen voraussichtlich vollständig aus, da Grund- und Sicherungsgeschäft demselben Risiko ausgesetzt sind.

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Diesel-Derivatgeschäfte:


31.12.2010

Nominalwert Marktwert

T€ T€
Dieselswap über 1.200 t bis 31.12.2011 582 27
Dieselswap über 10.800 t bis 08.02.2014 5.249 1.563



Der Buchwert der Dieselderivate beträgt 0 €.

Der für 2011 erwartete Verbrauch an Diesel beläuft sich auf rd. 5.900 t.

Der Marktwert der Swaps berechnet sich aus den Forward Rates zum 31. Dezember 2010. Die Differenz der Forward Rates zum abgesicherten Preis wird über alle Zahlungen auf den Stichtag abdiskontiert (Discounted-Cash-Flow-Verfahren).


Stadtwerke Essen AG

Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte dienen zur langfristigen Sicherung des Zinsniveaus.

Die variablen verzinslichen Darlehen werden mit dem jeweils zugehörigen Zinsswapgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst, so dass sich im Ergebnis ein fester Kreditzinssatz ergibt. Die Grund- und Sicherungsgeschäfte laufen bis maximal 2018. Insgesamt werden Darlehen mit einer Restschuld in Höhe von 25.740 T€ abgesichert.

Zum Abschlussstichtag bestanden drei zinsbezogene Derivatgeschäfte, die zum 31. Dezember 2010 per Saldo einen negativen Marktwert von 1.527 T€ aufweisen.

Der beizulegende Marktwert des Zinsswaps wird über die Abzinsung der künftigen Zahlungen (Cash Flows) auf den Abschlussstichtag ermittelt (Discounted-Cash-Flow-
Verfahren).

Da jeweils Bewertungseinheiten vorliegen, ist aus dem negativen Marktwert zum Abschlussstichtag keine Drohverlustrückstellung zu bilanzieren.


Allbau AG

Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Zinsswapgeschäfte dienen zur langfristigen Sicherung des Zinsniveaus.

In 2009 wurden durch die Allbau drei derivative Finanzinstrumente (Forward-Rate-Zinsswaps) getätigt. Hierbei handelt es sich um die Kategorie zinsbezogener Geschäfte. Die Laufzeiten liegen in einem Zeitraum vom 30. Juni 2013 bis zum 30. Juni 2023. Die Festzinssätze liegen in einer Bandbreite von 4,65% bis 4,75%. Der Umfang der Geschäfte beläuft sich insgesamt auf 23,0 € Mio. Die mit der €-SWAP-Kurve zum Zeitwert bewerteten beizulegenden Zeitwerte betragen insgesamt -1.393 T€.

Im Berichtsjahr wurden durch die Allbau zwei weitere derivative Finanzinstrumente (Forward-Rate-Zinsswaps) getätigt. Hierbei handelt es sich ebenfalls um die Kategorie zinsbezogener Geschäfte. Die Laufzeiten liegen in einem Zeitraum vom 31. Dezember 2010 bis zum 29. Dezember 2023. Die Festzinssätze liegen in einer Bandbreite von 2,6% bis 2,76%. Der Umfang der Geschäfte beläuft sich auf insgesamt 11,0 € Mio. Die mit der €-SWAP-Kurve zum Zeitwert bewerteten beizulegenden Zeitwerte betragen insgesamt 180 T€.

Da jeweils Bewertungseinheiten vorliegen, ist aus dem negativen Marktwert zum Abschlussstichtag keine Drohverlustrückstellung zu bilanzieren.


3. Mietkautionen

Die Mietkautionsguthaben der Allbau AG betrugen am 31. Dezember 2010 6.527 T€ (Vorjahr: 5.889 T€). Es handelt sich um Treuhandvermögen, das wegen der Rückzahlungsverpflichtung nach Ablauf des Mietverhältnisses zwischen der Gesellschaft und den Mietern im Anhang vermerkt ist.


4. Jahresabschlusshonorare

Das vom Abschlussprüfer KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr berechneten Abschlussprüfungsleistungen belaufen sich auf 392 T€. Die Abschlussprüfungsleistungen entfallen auf die Prüfung des Einzel- und Konzernabschlusses der EVV und die Prüfung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften.


5. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Art der Beziehung/ Stadt Essen Sonstige
Art des Geschäfts


T€ T€
Dienstleistungen und Sonstiges 79.417 6.469
Abwasser 63.965 0
Gas- und Wasserlieferungen 11.381 52
Stromhandel 10.569 0
Verkehrsleistungen 7.499 0
Instandsetzung/Wartung 1.298 6
Diesel 190 100
Personalgestellung 723 4.454
Summe angebotene Leistungen 175.042 11.081
Dienstleistungen und sonstiges 9.590 32.362
Konzessionsabgaben 14.529 0
Personalgestellung 926 0
Miete 62 113
Summe bezogene Leistungen 25.107 32.475


Stadt Essen: Arbeit und Bildung Essen Gesellschaft mbH, Messe Essen, Feuerwehr
Essener Marketing Gesellschaft, Straßenverkehrsamt, Essener Beschäftigungs
GmbH, TUP, ESH, GVE, Sport- und Bäderbetriebe


6. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe

Dem Aufsichtsrat gehören an:
Rheinhard Paß, Essen Oberbürgermeister, Diplom-Ingenieur
Vorsitzender seit 12/2009
Thomas Altenbeck, Essen *) Betriebsratsvorsitzender der EBE
stell. Vorsitzender seit 12/2009
Franz-Josef Britz, Essen Diplom-Ökonom, OStR a.D., Bürgermeister
Ute Eggert, Essen *) Gewerkschaftssekretärin ver.di
Thomas Fresen, Essen Rechtsanwalt
Achim Goltz, Nordkirchen *) Elektotechniker
Lothar Grüll, Oberhausen *) Gewerkschaftssekretär ver.di
Wolfgang Hausmann, Essen *) Elektromechaniker
Dieter Hilser, Essen Diplom-Volkswirt, MdL
Ursula Königsfeld-Koßmann, Essen *) Kaufmännische Angestellte
Friedhelm Krause, Essen Pensionär
Thomas Kufen, Essen Ratsherr
Hans Peter Leymann-Kurtz, Essen Ratsherr
Mehrdad Mostofizadeh, Essen Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Beate Müntjes, Essen *) Kaufmännische Angestellte
Bärbel Rase, Essen Kaufmännische Angestellte
Manfred Reimer, Essen Oberstudiendirektor
Wolfgang Schmitz, Oberhausen *) Gewerkschaftssekretär ver.di
Andreas Wieschenkämper, Bottrop *) Leiter Einkauf/Technik/Fuhrpark RGE
Harald Wirtz, Moers *) Diplom-Kaufmann
*) Arbeitnehmervertreter


Die Geschäftsführung besteht aus den Herren:

Dr. Bernhard Görgens, Essen
Kaufmännischer Vorstand SWE
(Sprecher)

Dr. Horst Zierold, Wuppertal
Kaufmännischer Vorstand EVAG
(stellvertretender Sprecher)

Dietmar Bückemeyer, Gelsenkirchen
Technischer Vorstand der SWE

Klaus Kunze, Essen
Geschäftsführer EBE

Dirk Miklikowski, Gelsenkirchen
Vorstand Allbau AG

Siegfried Voß, Essen
Vorstand Personal EVAG bis 31.10.2010

Klaus Wieschenkämper, Essen
Geschäftsführer RGE

Den Aufsichtsratsmitgliedern der EVV wurden 79 T€, den aktiven Geschäftsführern 1.642 T€ und den früheren Mitgliedern der Geschäftsführung 789 T€ vergütet. Der Betrag der Pensionsrückstellungen, der für frühere Mitglieder der Geschäftsführung gebildet wurde, beträgt 12.059 T€. Die Rückstellung wurde in Höhe der Verpflichtung gebildet.

Einem ehemaligen Geschäftsführer ist ein zinsloses Darlehen gewährt, das zum Bilanzstichtag noch mit 4 T€ valutiert. Das Darlehen wird planmäßig mit 0,8 T€ jährlich getilgt.


7. Arbeitnehmer

Von der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen waren 3.444 (Vj. 3.437) Lohn- und 1.349 (Vj. 1.347) Gehaltsempfänger.


8. Aufstellung des Anteilsbesitzes:

(wesentliche Beteiligungen)

Unternehmen Mittelbare Anteile Eigenkapital Ergebnis des
Beteiligung am Kapital am 31.12.2010 Geschäftsjahres
über in % T€ T€
Stadtbahn-Betriebsführungsgesellschaft Ruhr mit EVAG 50,00 65 2
beschränkter Haftung (SBG-Ruhr), Essen



(in Liquidation seit Dezember 2010)



GbR Bredeneyer Tor in Essen EVAG 50,00 16.743 603
--Bürohaus Alfredstraße--, Essen



Otto Lingner Verkehrs GmbH, Bochum EVAG 50,00 272 75
Via Verkehrsgesellschaft GmbH, Essen EVAG 49,00 56 -44
PTS GmbH, Essen RGE 18,00 347 682
Wassergewinnung Essen GmbH, Essen SWE 50,00 2.218 242
Infralogistik ruhr GmbH, Essen SWE 49,00 246 79
rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienst- SWE 50,00 873 208
leistungen mbH, Duisburg



Abellio LuxCo 1 SARL, Luxemburg (Werte aus 2009)
12,36 -25.058 -2.338
TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH, Wuppertal
35,81 34 2
akuras GmbH, Essen RGE 50,00 25 -1
Gründung 29.11.10, Geschäftsbetrieb ab 01.01.2011



Kom9 GmbH & Co. KG, Freiburg in Breisgau
5,2 769.823 423
ZukunftsZentrumZollverein AG zur Förderung von
26,19 676 30
Existenzgründungen-Triple Z-, Essen (Werte aus 2009) Allbau 2,38

Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG,
12,50 2.532 953
Essen (Werte aus 2009)



Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen



GmbH, Essen (Werte aus 2009)
12,00 42 3
VEKS-Verwertung und Entsorgung Karnap-Städte EBE 24,68 808 255
Holding GmbH, Essen



RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH,
3,88 1.709.650 323.922
Dortmund (Werte zum 31.07.2010) EVAG 10,90

Kommunale Gasspeichergesellschaft EPE SWE 25,00 32.928 -280
mbH & Co. KG, Gronau-Epe (KGE)




Unternehmen Mittelbare Anteile Eigenkapital Ergebnis des
Beteiligung am Kapital am 31.12.2010 Geschäftsjahres
über in % T€ T€
Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft SWE 25,00 29 1
EPE mbH, Gronau-Epe (KGBE)



enuvo -rhein ruhr partner für Gesellschaft für SWE 50,00 26 1
Erneuerbare Energien, Essen



Verband der komunalen RWE - Aktionäre GmbH,
1,56 685 -396
Essen (Werte zum 30.06.10)



Zebra, Gesellschaft für Baumanagement mbH, Essen AMG 25,88 28 70

Essen, 27. September 2011

Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Dr. Görgens

Dr. Zierold

Bückemeyer

Kunze

Miklikowski

Wieschenkämper

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens


Anschaffungs- und Herstellungskosten




Davon





auf Zugänge


Stand
Um- und Umbuchungen
Stand

1.1.2010 Zugänge buchungen entf. Zuschüsse Abgänge 31.12.2010

I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene gewerbliche





Schutzrechte und ähnliche Rechte 19.402.139,85 4.580.727,78 5.235.832,47 0,00 127.837,31 29.090.862,79
2. Geleistete Anzahlungen 5.535.600,77 338.398,00 -5.235.832,47 0,00 200.000,00 438.166,30

24.937.740,62 4.919.125,78 0,00 0,00 327.837,31 29.529.029,09
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche





Rechte und Bauten einschl. der





Bauten auf fremden Grundstücken





a) unbebaute Grundstücke 22.962.072,61 3.994.995,73 3.623.582,06 0,00 7.567,38 30.573.083,02
b) Grundstücke mit Geschäfts-, Be-





triebs-, Wohn- und anderen Bauten 1.162.792.646,96 49.354.438,73 20.695.672,32 0,00 3.743.404,64 1.229.099.353,37
2. Gleisanlagen, Streckenausrüs-





tung und Sicherungsanlagen 129.472.908,36 671.488,39 6.933.136,77 3.309.400,00 96.049,25 136.981.484,27
3. Fahrzeuge für Personen- und





Güterverkehr 245.033.312,84 9.544.405,85 1.760.617,37 9.408.604,70 6.099.952,82 250.238.383,24
4. Technische Anlagen und





Maschinen





a) Gewinnungs- und Bezugsanlagen 48.254.121,65 399.741,42 54.209,89 0,00 10.000,00 48.698.072,96
b) Speicherungs- und Druckrege-





lungsanlagen 30.453.960,71 13.954,16 1.613.429,66 0,00 31.984,88 32.049.359,65
c) Verteilungsanlagen 855.051.676,55 11.350.249,47 3.131.625,72 0,00 951.909,89 868.581.641,85
d) Anlagen zur Abwasserentsorgung 1.591.009.905,89 17.285.655,56 6.148.135,50 0,00 5.211.740,35 1.609.231.956,60
e) Sonstige Anlagen 82.638.456,35 1.761.871,69 3.187.956,85 100.146,20 1.916.567,10 85.671.717,79
5. Andere Anlagen, Betriebs- und





Geschäftsausstattung 104.627.212,08 9.282.297,81 1.115.535,35 0,00 2.259.152,68 112.765.892,56
6. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im





Bau und Bauvorbereitungskosten 95.314.073,04 76.882.521,76 -48.768.797,02 637.315,49 2.721.143,20 120.706.654,58

4.367.610.347,04 180.541.620,57 -504.895,53 13.455.466,39 23.049.472,19 4.524.597.599,89
III. Finanzanlagen





1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.519.301,23 56.142,86 0,00 0,00 160.783,60 8.414.660,49
2. Beteiligungen 47.956.454,67 5.133.437,90 0,00 0,00 0,00 53.089.892,57
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit





denen ein Beteiligungsverhältnis





besteht 1.070.839.158,13 250.472,22 0,00 0,00 157.500,00 1.070.932.130,35
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 56.333.144,97 0,00 0,00 0,00 5.660.000,00 50.673.144,97
5. Andere Finanzanlagen 16.350,00 0,00 0,00 0,00 0,00 16.350,00
6. Sonstige Ausleihungen 1.362.850,99 173.720,00 0,00 0,00 314.507,03 1.222.063,96

1.185.027.259,99 5.613.772,98 0,00 0,00 6.292.790,63 1.184.348.242,34

5.577.575.347,65 191.074.519,33 -504.895,53 13.455.466,39 29.670.100,13 5.738.474.871,32



Abschreibungen






Davon

Stand
Um- zuschuß-

1.1.2010 Zugänge buchungen finanziert

I. Immaterielle Vermögensgegenstände



1. Entgeltlich erworbene gewerbliche



Schutzrechte und ähnliche Rechte 15.113.386,40 1.851.944,78 0,00 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 200.000,00 0,00 0,00

15.113.386,40 2.051.944,78 0,00 0,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche



Rechte und Bauten einschl. der



Bauten auf fremden Grundstücken



a) unbebaute Grundstücke 4.337.205,35 4.944,00 6.344,42 0,00
b) Grundstücke mit Geschäfts-, Be-



triebs-, Wohn- und anderen Bauten 415.683.098,89 18.050.278,34 -6.344,42 268.205,00
2. Gleisanlagen, Streckenausrüs-



tung und Sicherungsanlagen 89.893.057,53 2.999.795,16 0,00 604.043,00
3. Fahrzeuge für Personen- und



Güterverkehr 142.077.425,72 14.054.554,83 0,00 4.581.848,47
4. Technische Anlagen und



Maschinen



a) Gewinnungs- und Bezugsanlagen 42.045.990,10 594.218,60 0,00 0,00
b) Speicherungs- und Druckrege-



lungsanlagen 22.568.421,54 716.877,70 0,00 0,00
c) Verteilungsanlagen 609.555.417,62 19.409.695,74 0,00 0,00
d) Anlagen zur Abwasserentsorgung 840.116.987,03 17.538.957,48 0,00 0,00
e) Sonstige Anlagen 40.912.625,98 4.323.717,77 0,00 190.293,00
5. Andere Anlagen, Betriebs- und



Geschäftsausstattung 70.803.172,41 7.355.736,84 0,00 705.911,20
6. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im



Bau und Bauvorbereitungskosten 0,00 57.291,63 0,00 0,00

2.277.993.402,17 85.106.068,09 0,00 6.350.300,67
III. Finanzanlagen



1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 2.568.429,24 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit



denen ein Beteiligungsverhältnis



besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Andere Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Sonstige Ausleihungen 211.222,97 34.758,00 0,00 0,00

2.779.652,21 34.758,00 0,00 0,00

2.295.886.440,78 87.192.770,87 0,00 6.350.300,67

Abschreibungen Buchwerte

Zu-
Stand Stand

schreibungen Abgänge 31.12.2010 31.12.2010 Vorjahr

I. Immaterielle Vermögensgegenstände




1. Entgeltlich erworbene gewerbliche




Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 124.505,31 16.840.825,87 12.250.036,92 4.288.753,45
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 200.000,00 0,00 438.166,30 5.535.600,77

0,00 324.505,31 16.840.825,87 12.688.203,22 9.824.354,22
II. Sachanlagen




1. Grundstücke, grundstücksgleiche




Rechte und Bauten einschl. der




Bauten auf fremden Grundstücken




a) unbebaute Grundstücke 0,00 0,00 4.348.493,77 26.224.589,25 18.624.867,26
b) Grundstücke mit Geschäfts-, Be-




triebs-, Wohn- und anderen Bauten 0,00 2.555.162,04 431.171.870,77 797.927.482,60 747.109.548,07
2. Gleisanlagen, Streckenausrüs-




tung und Sicherungsanlagen 0,00 96.049,25 92.796.803,44 44.184.680,83 39.579.850,83
3. Fahrzeuge für Personen- und




Güterverkehr 0,00 4.324.030,15 151.807.950,40 98.430.432,84 102.955.887,12
4. Technische Anlagen und




Maschinen




a) Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 2.153,32 42.638.055,38 6.060.017,58 6.208.131,55
b) Speicherungs- und Druckrege-




lungsanlagen 0,00 31.984,88 23.253.314,36 8.796.045,29 7.885.539,17
c) Verteilungsanlagen 0,00 935.496,81 628.029.616,55 240.552.025,30 245.496.258,93
d) Anlagen zur Abwasserentsorgung 0,00 4.881.705,86 852.774.238,65 756.457.717,95 750.892.918,86
e) Sonstige Anlagen 0,00 1.913.396,13 43.322.947,62 42.348.770,17 41.725.830,37
5. Andere Anlagen, Betriebs- und




Geschäftsausstattung 0,00 2.120.308,80 76.038.600,45 36.727.292,11 33.824.039,67
6. Geleistete Anzahlungen, Anlagen im




Bau und Bauvorbereitungskosten 0,00 49.548,63 7.743,00 120.698.911,58 95.314.073,04

0,00 16.909.835,87 2.346.189.634,39 2.178.407.965,50 2.089.616.944,87
III. Finanzanlagen




1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 8.414.660,49 8.519.301,23
2. Beteiligungen 0,00 0,00 2.568.429,24 50.521.463,33 45.388.025,43
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit




denen ein Beteiligungsverhältnis




besteht 0,00 0,00 0,00 1.070.932.130,35 1.070.839.158,13
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 50.673.144,97 56.333.144,97
5. Andere Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 16.350,00 16.350,00
6. Sonstige Ausleihungen 6.041,45 20.178,19 219.761,33 1.002.302,63 1.151.628,02

6.041,45 20.178,19 2.788.190,57 1.181.560.051,77 1.182.247.607,78

6.041,45 17.254.519,37 2.365.818.650,83 3.372.656.220,49 3.281.688.906,87

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf


Gesamtwirtschaftliche Entwicklung


Nach der größten Rezession in der deutschen Nachkriegsgeschichte war das Jahr 2010 von einem unerwartet starken Wirtschaftswachstum geprägt. Nach einem Minus von 4,7 % konnte das Bruttoinlandsprodukt in 2010 um 3,6 % gesteigert werden. Neben der Binnennachfrage wurde das Wirtschaftswachstum insbesondere von der wiederbelebten Exportindustrie getragen.

Die wachstumsbedingt steigende Nachfrage bewirkte auch einen Anstieg der Rohstoffpreise. Nach mehrfachen Senkungen des Gaspreises zog dieser im Jahresverlauf 2010 wieder an.

Auch der Preisindex für die Lebenshaltung lag in 2010 mit einem Durchschnitt von 1,1 % über dem Vergleichswert von 0,4 % im Vorjahr. Dabei weist der Preisindex mit einer Steigerung von 2,2 % im Dezember 2010 eine steigende Tendenz aus.

Die Finanzkrise peripherer Eurostaaten bewirkte eine Zuflucht in deutsche Anleihen, wodurch das Zinsniveau Ende August 2010 einen historischen Tiefpunkt erreichte. Seither sind wieder steigende Zinsen zu beobachten.


Entwicklung des Konzerns

Die Geschäftstätigkeit des EVV-Konzerns umfasste 2010 den öffentlichen Personennahverkehr im Essener Stadtgebiet (einschließlich der Personenschifffahrt auf dem Baldeneysee und der Ruhr), die Versorgung der Essener Bevölkerung mit Gas und Wasser, den Betrieb des Essener Stadthafens sowie die Betriebsführung des städtischen Abwasserkanalnetzes. Weiterhin ist der Konzern in den Bereichen der Entsorgungs-, Reinigungs- und Serviceleistungen, in der Telekommunikation und der Wohnungsbewirtschaftung tätig. Das operative Geschäft wird im Wesentlichen durch die Tochtergesellschaften Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft (SWE), Entwässerung Essen GmbH (EEG), Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft (EVAG), Allbau AG und Allbau Managementgesellschaft mbH (AMG), die Weisse Flotte Baldeney-GmbH (WFB), Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (EBE), EVV Verwertungs- und Betriebsgesellschaft mbH (EVB) und RGE Servicegesellschaft Essen GmbH (RGE) betrieben.

Im Gegensatz zu den umfangreichen Veränderungen der letzten Jahre blieb das Beteiligungsportfolio der EVV nahezu unverändert.

Die EVV hat sich mit 50 % oder 0,5 Mio. € am Stammkapital der essen.net GmbH beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist der Auf- und Ausbau sowie Betrieb und Vermietung von Breitbandkabelnetzen einschließlich des Kundenhausanschlusses bis in das Gebäude des Kunden. Im Geschäftsjahr 2010 hat die Gesellschaft ausschließlich Investitionen in das Breitbandkabelnetz im Stadtteil Essen-Frohnhausen getätigt. Mit den Investitionen trägt die essen.net GmbH zum Aufbau einer modernen städtischen Infrastruktur und damit zu einem nicht zu verachtenden Standortvorteil bei.

Der konsequente Ausbau der EVV zur Managementholding wurde durch die Konzentration der Mitarbeiter im Verwaltungsgebäude an der Rüttenscheider Straße 26 vorläufig abgeschlossen.

Neben der Vermarktung von freien Veraschungskapazitäten im Müllheizkraftwerk Karnap trat zum 1. Januar 2010 die Aufnahme des Stromhandels mit der Stadt Essen und anderen stadtnahen Gesellschaften als weitere operative Tätigkeit der EVV hinzu. Das dazu erforderliche Know-how wird von der Stadtwerke Essen AG als Dienstleister eingebracht.


Geschäftsentwicklung des Konzerns


Nachstehend die wichtigsten Leistungskennziffern:


2010 2009 +/- %
Gasabsatz in Mio. kWh 3.286 3.050 + 7,70
Wasserabsatz in Mio. m³ 35 34 + 0,90
Beförderungsfälle (in Mio.) 123 124 - 0,80
Bewirtschaftete Wohnungen 17.629 17.621 - 0,05



Der Gasabsatz lag mit 3.286,1 Mio. kWh über dem Niveau des Vorjahres. Es war ein Absatzzuwachs von 235,6 Mio. kWh oder 7,7 % zu verzeichnen. Das im Wirtschaftsplan für 2010 vorgesehene Absatzziel wurde damit um 7,1 % überschritten. Die Absatzsteigerung ist hauptsächlich auf die im Vergleich zum Vorjahr kühleren Temperaturen, teilweise auch auf die konjunkturelle Situation zurückzuführen.

Auch die Anzahl der neu verlegten Hausanschlüsse nahm mit 611 Anschlüssen im Vergleich zum Vorjahr zu. Es wurden 122 Hausanschlüsse mehr als 2009 verlegt.

Die Gaspreise werden auf der Grundlage der überwiegend an das leichte Heizöl gebundenen Preisänderungsklauseln angepasst. Aufgrund der gesunkenen Heizölpreise war es im Vorjahr möglich, die Erdgaspreise in drei aufeinander folgenden Schritten zu senken. Die seither wieder anziehenden Heizölpreise machten im Berichtsjahr 2010 insgesamt drei Preisanpassungen erforderlich. Bei den Verträgen mit Tarif- und Sonderpreisen wurden die Arbeitspreise linear zum 1. April 2010 um netto 0,35 ct/kWh, zum 1. Juli 2010 um 0,29 ct/kWh und zum 1. Oktober 2010 um weitere 0,30 ct/kWh erhöht.

Der langfristige Trend sinkender Verbrauchsmengen bei der Wasserversorgung setzte sich im Berichtsjahr nicht fort. Bei einer weiterhin rückläufigen Einwohnerzahl im Versorgungsgebiet nahm die Wassernutzabgabe aufgrund der heißen und trockenen Sommermonate Juni und Juli im Berichtsjahr um 0,3 Mio. m³ oder 0,9 % auf 34,594 Mio. m³ zu.

Bei den Verkehrserträgen aus Verbundverkehr war auch 2010 wieder eine erfreuliche Steigerung zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie von 85,8 Mio. € auf 88,2 Mio. € an (+ 2,8%). Dieser Anstieg ist umso bemerkenswerter, als die für den 01.08.2010 geplante Anhebung der Fahrpreise auf den 1. Januar 2011 verschoben wurde. In 2010 blieben somit die Beförderungsentgelte im VRR unverändert.

Die Umsatzsteigerung der Essener Verkehrs-AG liegt somit über der durchschnittlichen Entwicklung der Verkehrsunternehmen im VRR, wo sich die Verkehrserträge bei stabiler Beförderungsleistung durchschnittlich um rd. 1,4 % gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Die in den letzten Jahren forcierte Ausweitung des Verkaufs von Monatskarten im Abo und die damit verbundene Kundenbindung haben sich positiv auf die Ertragssituation ausgewirkt. Auch die angebotenen Sonderangebote für bestimmte Gruppen (Senioren, Schüler) wurden wieder stark nachgefragt. Gegenüber 2009 stabilisierte sich die Beförderungsleistung auf dem erreichten hohen Niveau und nahm leicht von 124 Mio. Fahrgästen auf 123 Mio. Fahrgäste ab (- 0,8 %).
Für die nächsten Jahre ist mit steigenden Absatzzahlen zu rechnen. Allerdings besteht die Gefahr, dass der prognostizierte Bevölkerungsrückgang, wonach die Einwohnerzahl der Stadt Essen von zzt. rd. 575.000 Einwohnern bis 2015 auf rd. 546.000 Einwohnern sinken wird, langfristig die Fahrgastzahlen negativ beeinträchtigen wird. Die Essener Verkehrs-AG will diesem Trend durch Anpassung ihres Angebotes an die sich ändernden Bevölkerungsstrukturen und Mobilitätsbedürfnisse entgegenwirken.

Das Fahrplanangebot wurde im Zuge des Fahrplanwechsels überarbeitet. Dementsprechend lag die Gesamtleistung mit 21,7 Mio. Nutz-Wagen-km geringfügig unter dem Vorjahreswert von 22,0 Mio.

Am 31. Dezember 2010 befanden sich 17.629 Wohnungen sowie 127 gewerbliche Mieteinheiten und 3.976 Garagen/Tiefgaragenplätze/Einstellplätze im Eigentum der ALLBAU AG. Die gesamte Wohnfläche betrug 1.111.224 qm und die sonstige Nutzfläche 68.395 qm. 13.455 Wohnungen waren nicht mehr in der Mietpreisbindung. Der gesamte Immobilienbestand liegt innerhalb der Stadt Essen.

Im Berichtsjahr standen 1.901 Kündigungen 2.007 Neuvermietungen gegenüber. Bezogen auf den Wohnungsbestand am Jahresende resultiert hieraus eine Fluktuation von 10,8 %. Die durchschnittliche monatliche Sollmiete für Mietwohnungen je qm Wohnfläche beträgt 5,12 € (Vj. 5,10 €).

Im Geschäftsjahr 2010 stellte die ALLBAU als Bauträger 6 Einfamilienhäuser auf der Dilldorferhöhe, 11 Reihen- und Doppelhaushälften im Höltingsweg sowie 4 Doppelhaushälften im Hausdykerfeld fertig.

Die Umsatzerlöse der größten Tochtergesellschaften (vor Konsolidierung) zeigten folgende Entwicklung:


2010 2009

Mio. € Mio. €
EVV 26,3 16,1
SWE 289,9 293.5
EVAG 110,4 134,8
EEG 46,4 47,7
ALLBAU 91,9 92,1
AMG 17,1 16,9
EBE 78,5 77,7
RGE 25,8 22,4
EVB 7,5 7,1


Die Umsatzerlöse der EVV stiegen insgesamt von 16,1 Mio. € auf 26,3 Mio. €. Ursache hierfür war die Aufnahme des Stromhandels.

Die SWE erzielte ihre Umsatzerlöse hauptsächlich aus dem Absatz von Gas und Wasser mit insgesamt 211,0 Mio. € (Vj. 216,1 Mio. €) sowie durch die Abwasserentsorgung mit 66,6 Mio. € (Vj. 67,8 Mio. €). Die Umsatzerlöse im Hafenbereich sind insbesondere durch die Zunahme des Güterumschlages von 4,8 Mio. € auf 5,1 Mio. € gestiegen. Auf den Stromabsatz der Stadtwerke entfielen Umsatzerlöse von 2,5 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €).

Bei einem Mengenanstieg von 7,7 % bewirkte das im Jahresvergleich niedrigere Preisniveau eine Abnahme der Umsatzerlöse aus der Gasversorgung von 157,9 Mio. € auf 153,4 Mio. €, was einer Minderung von 2,9 % entspricht. Nach Abzug der seit dem 1. August 2006 bei den Stadtwerken erhobenen Erdgassteuer von 17,9 Mio. € (Vj. 16,6 Mio. €) verbleibt ein Gasumsatz von 135,5 Mio. € (Vj. 141,3 Mio. €).

Der Mengenpreis beim Wasser wurde letztmalig zum 1. Januar 2005 um 0,017 €/m³ auf 1,757 €/m³ angehoben. Die Grundpreise der Zähler haben sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls nicht verändert. Bei gleich bleibenden Mengenpreisen führte der Absatzzuwachs zu einer Zunahme der Umsatzerlöse um 0,9 Mio. € auf 75,5 Mio. €.

Die Entwässerung Essen GmbH hat im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 46,4 Mio. € (Vj. 47,7 Mio. €) erzielt. Sie stammen mit 44,0 Mio. € (Vj. 45,6 Mio. €) aus der Verpachtung der Entwässerungsanlagen an die SWE und mit 2,4 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) aus der anteiligen Auflösung des Abzugskapitals.

Von den Umsatzerlösen entfielen – unter Einbeziehung von Abgeltungsleistungen für die Beförderung von Schwerbehinderten und Schülern (9.359 T€) sowie nach Verrechnung von Ausgleichsleistungen an andere Verkehrsunternehmen im VRR (6.191 T€) – 94.790 T€ auf Verkehrsleistungen des laufenden Jahres im Personennahverkehr. Positive Leistungskorrekturen im Umsatz für Vorjahre in Höhe von 362 T€ sind in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Auf Nebenleistungen entfielen 13.420 T€. An die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) wurden 1.781 T€ berechnet. Der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber 2009 ergibt sich aus der Verschmelzung der meoline GmbH zum 1. Januar 2010. Eine Abrechnung von Leistungen mit der meoline GmbH fand 2010 nicht mehr statt (Vj. Umsatzerlöse von 36.458 T€).

Bei der Allbau AG haben sich die Umsatzerlöse aus Hausbewirtschaftung von 90,5 Mio. € im Vorjahr auf 87,0 Mio. € im Berichtsjahr verringert. Die Erlöse aus der Veräußerung von Grundstücken erhöhten sich von 1,6 Mio. € auf 4,9 Mio. €.

Der EVV-Konzern schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einem Jahresüberschuss von 30,8 Mio. € (Vj. 35,1 Mio. €) ab.

Mit einem Überschuss von 26,1 Mio. € (Vj. 22,6 Mio. €) weisen die Stadtwerke für das Geschäftsjahr 2010 wiederum ein zufriedenstellendes Ergebnis aus, das frei von Sondereinflüssen erwirtschaftet wurde.

Das Ergebnis 2010 erlaubt die Zahlung von Konzessionsabgaben an die Stadt Essen für das laufende Jahr von 14,5 Mio. € (Vj. 14,1 Mio. €). Damit liegt auch die Konzessionsabgabe über dem Ansatz des Wirtschaftsplans 2010.

Die Essener Verkehrs-AG erzielte einen Jahresfehlbetrag von 31,5 Mio. € (Vj. 29,7 Mio. €). Das Ergebnis vor Verlustübernahme entspricht der mit der Stadt Essen vereinbarten Zielgröße.

Gegenüber dem Vorjahr stieg der Jahresüberschuss der Allbau AG von 23,1 Mio. € auf 23,4 Mio. €. Das Ergebnis 2010 ermöglicht neben einer Gewinnausschüttung von 20,3 Mio. € eine geringfügige Stärkung des Eigenkapitals.

Der Jahresüberschuss der EBE reduzierte sich von 5,0 Mio. € auf 4,2 Mio. €. Die Umsatzerlöse der EBE erhöhten sich um 0,8 Mio. € auf 78,4 Mio. €. Dabei stehen tendenziell gestiegenen Umsätzen im kommunal geprägten Bereich gesunkene Umsätze im privatwirtschaftlichen Bereich gegenüber.

Die RGE Servicegesellschaft Essen mbH schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einem positivenErgebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 1,2 Mio. € ab (Vj. 0,9 Mio. €).
Das Ergebnis der EVV GmbH wird neben den Aufwendungen und Erträgen aus der Leistungsabrechnung innerhalb des Konzerns wesentlich von den Erträgen aus Wertpapieren und Beteiligungen bestimmt. Die Dividendenerträge aus RWE Aktien, die mittelbar über die Beteiligungen an der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (RWEB) und die RW Holding AG erzielt werden, haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr von 29,9 Mio. € auf 23,4 Mio. € vermindert. Die RWE AG hatte auf Grund eines Sondereffektes aus dem Börsengang der American Water ihre Dividende auf 4,50 € je Aktie erhöht. 2010 wurde die Ausschüttung auf 3,50 € je Aktie gesenkt.

Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Jahresüberschuss von 19,6 Mio. € erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde mit 21,5 Mio. € ein um 1,9 Mio. € höherer Überschuss erzielt. Die Hauptursache für das verminderte Jahresergebnis liegt in der Dividendensenkung durch RWE. Die daraus resultierenden Ertragsausfälle konnten trotz aller Anstrengungen der Beteiligungsgesellschaften nicht vollständig ausgeglichen werden.

Der Jahresüberschuss unterschreitet den im Wirtschaftsplan veranschlagten Wert von 21,0 Mio. €. Um die von der Gesellschafterin Stadt Essen für 2011 erwartete Ausschüttung von 21,0 Mio. € zu finanzieren, ist eine Entnahme aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1,4 Mio. € erforderlich.

Im Jahre 2010 wurden Investitionen in Höhe von rd. 185,4 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände getätigt (Vj. 163,0 Mio. €). Hiervon entfielen u.a.:

48,3 Mio. € auf den Versorgungsbereich, (Vj. 51,8 Mio. €)
26,8 Mio. € auf den Abwasserentsorgungsbereich, (Vj. 26,9 Mio. €)
38,2 Mio. € auf den Verkehrsbereich, (Vj. 33,6 Mio. €)
64,5 Mio. € auf die Wohnungswirtschaft, (Vj. 44,7 Mio. €)
1,6 Mio. € auf die Entsorgung, (Vj. 2,9 Mio. €)
5,5 Mio. € auf sonstige Bereiche (Vj. 3,1 Mio. €).

Das Anlagevermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 91,0 Mio. € erhöht.

Die Finanzierungsmittel haben sich unter Berücksichtigung eines Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit von 123,4 Mio. €, einem negativen Cash Flow aus der Investitionstätigkeit von 170,9 Mio. € und einem positiven Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 24,0 Mio. € auf 5,4 Mio. € vermindert. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die dem Abschluss beigefügte Konzernkapitalflussrechnung.
Die Sachanlagenquote (Sachanlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt 61,2 % (Vj. 60,7 %). Das Eigenkapital hat sich von 705,6 Mio. € um 4,7 Mio. € auf 710,3 Mio. € erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 20,0 % (Vj. 20,5 %).

Insgesamt gesehen ist die wirtschaftliche Lage innerhalb des EVV Konzerns zufriedenstellend.


2. Chancen und Risiken


Die Geschäftsführer und Vorstände der wesentlichen in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen sind zugleich Geschäftsführer der EVV. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Geschäftsführersitzungen unterrichten die Geschäftsführer über die im Rahmen des dezentralen Controllings ermittelten Chancen und Risiken der jeweiligen Tochtergesellschaft.


Nachfolgend geben wir Erläuterungen zu den wesentlichen Chancen und Risiken der einzelnen Sparten:


Sparte Holdingtätigkeit:

Wegen der angespannten Haushaltssituation der Stadt Essen ergibt sich 2011 und in den folgenden Jahren für die EVV verstärkt die Aufgabe, durch entsprechende Jahresergebnisse zur Konsolidierung der städtischen Finanzen beizutragen. Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die Stadt Essen wiederum eine Ausschüttung der EVV von 21,0 Mio. €, die sich aus dem geplanten Jahresüberschuss der EVV von 16,0 Mio. € und direkten Zinszahlungen von 5,0 Mio. € zusammensetzt. Als Folge der voraussichtlich sinkenden RWE-Dividende weichen die Vorgaben der Stadt Essen ab 2012 von der Planung der Gesellschaft ab.

Darüber hinaus muss die EVV die Tilgung der Darlehensverbindlichkeiten erwirtschaften. Die Mehrzahl der Darlehen ist 1999 aufgenommen worden, um den Kauf der Allbau Aktien von der Stadt Essen zu finanzieren. Kapitaleinlagen zur Finanzierung der Tilgungen sind in den Haushalt der Stadt Essen nicht mehr eingestellt. Mangels eigener Innenfinanzierungskraft ist die EVV darauf angewiesen, die für die Tilgung erforderlichen liquiden Mittel selbst zu erwirtschaften und aus den Jahresüberschüssen den Gewinnrücklagen zuzuführen, was in 2010 nicht gelungen ist.

Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich für die EVV im Wesentlichen aus den Risiken der Tochterunternehmen. Insbesondere sind Risiken in der dauerhaften Verlustsituation der Essener Verkehrs-AG zu sehen. Die Tochterunternehmen haben auf Weisung der EVV Risikofrüherkennungssysteme implementiert und berichten regelmäßig in den Sitzungen der EVV-Geschäftsführung.

Bisher bestand für die EVV in Abstimmung mit der Finanzverwaltung die Möglichkeit, die Gewinne der Stadtwerke Essen AG, die auch Gewinne aus der Abwasserentsorgung enthalten, mit Verlusten der EVAG zu verrechnen, obwohl die Abwasserentsorgung keine Versorgungstätigkeit darstellt. Hierdurch konnten erhebliche Steuerersparnisse erzielt werden. Mit dem Jahressteuergesetz 2009 sind zum 1. Januar 2009 neue Regelungen zum steuerlichen Querverbund in Kraft getreten. Nach diesen Regelungen ist eine Verrechnung der Verkehrsverluste mit den Gewinnen aus der Entwässerung nicht mehr möglich. Der Wortlaut der im Körperschaftsteuergesetz enthaltenen Übergangsregelung sowie das BMF-Schreiben vom 12. November 2009 zur Anwendung des Jahressteuergesetzes 2009 sprechen gegen eine weitere Anwendung der mit der Finanzverwaltung bisher bestehenden Kompromisslösung ab dem Jahr 2009.

Wir sind jedoch der Auffassung, dass durch Gespräche mit der Finanzverwaltung die bisher bestehende Kompromisslösung vorerst weiter fortgeführt werden kann. Es besteht jedoch das Risiko, dass sich die Finanzverwaltung nicht der Auffassung der Gesellschaft anschließt. Das sich hieraus ergebende Risiko wird für 2009 auf ca. 5,0 Mio. € und für 2010 auf ca. 5,3 Mio. € geschätzt.


Sparte Wohnungswirtschaft:

Eine anhaltende Entspannung auf dem Essener Wohnungsmarkt könnte zu steigenden Fluktuations- und Leerstandsquoten führen. Vermarktungsrisiken können sich aufgrund des Ausstattungsstandards der Wohnungen ergeben; z. B. ist der Rückbau von Nachtspeicherheizungen erforderlich. Zukünftig steigende Kapitalmarktzinsen sowie die geänderten steuerlichen Rahmenbedingungen können die Kreditkosten erhöhen und den geplanten Absatz der Privatisierungs- und Bauträgerobjekte erschweren.

In 2008 wurde eine 10-Jahresplanung für die ALLBAU AG und AMG erstellt mit dem Ziel, zur Plausibilisierung der Unternehmens- und Geschäftsfeldstrategie 2015 eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung der ALLBAU-Gesellschaften abzubilden. Diese wird jährlich durch eine 5-Jahresplanung konkretisiert und weiter fortgeschrieben.

Die allgemeine Risikosituation, in der sich der Allbau bewegt, wird durch ein sogenanntes Risikoin­ventar regelmäßig durch den Allbau erfasst und aktualisiert. Hier wird zwischen endogenen und exo­genen Faktoren unterschieden. Bestandsgefährdende Risiken und Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können, sind nicht erkennbar.

Wesentliche Risikofaktoren im exogenen Bereich sind insbesondere die Haushaltssituation der Stadt Essen und sich daraus möglicherweise ergebende Anforderungen an die Ausschüttung des Allbau an die Stadt Essen mittelbar über die EVV. Insbesondere die vor dem Hintergrund der Veränderungen der Nachfragestrukturen und des Nachfragevolumens aufgrund der demografischen Entwicklung erforder­lichen und im Unternehmensleitbild 2015 beschriebenen Investitionsmaßnahmen in den Bestand könnten bei einer erhöhten Ausschüttungserwartung gefährdet sein. Dies würde das Unternehmen langfristig nachhaltig beeinflussen.

Weitere wesentliche Risikofaktoren in den internen Bereichen der AMG sind im Bereich Personal zu sehen. Insbesondere die Altersstruktur und die damit verbundene natürlich bedingte Fluktuation werden in den nächsten Jahren eine Herausforderung an den Allbau stellen, das erforderliche Know-how zu erhalten und weiter auszubauen vor dem Hintergrund sich ständig wandelnder Ansprüche an Wohn­raum und Wohnform.


Sparte Versorgung:

Risiken können sich aus der Energierechtsliberalisierung ergeben. Grundlage ist das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und die dieses Gesetz konkretisierenden Verordnungen. Ziel dieser Regelungen ist die Schaffung eines wirksamen und diskriminierungsfreien Wettbewerbs im Hinblick auf eine möglichst preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und langfristig sichere sowie zuverlässige Versorgung mit Gas. Zur Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben wurde auf Bundesebene die Bundesnetzagentur (BNetzA) und auf Landesebene die Landesregulierungsbehörde Nordrhein-Westfalen zur Regulierung des Strom- und Gasmarktes eingerichtet.

Nach den heute vorliegenden Erkenntnissen ist nicht zu erwarten, dass die Marktposition der Stadtwerke durch die Liberalisierung des Energiemarktes in naher Zukunft nachhaltig gefährdet wird. Konkurrenz erhalten die Stadtwerke durch die zunehmenden Aktivitäten von Wettbewerbern. Ende 2010 standen mehr als 45 Gasanbieter in Konkurrenz zu den Stadtwerken. Die durch Kundenabwanderungen verursachten Absatzeinbußen hielten sich bislang in Grenzen. Wesentlich dazu beigetragen hat der zum 1. Oktober 2007 eingeführte günstige klaro!-Tarif, von dem bis zum Jahresende 2010 rd. 34.000 Kunden Gebrauch gemacht haben.

Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und damit langfristigen Existenzsicherung müssen die Orientierung an den Bedürfnissen des Kunden sowie ein effizientes Kostenmanagement im Vordergrund stehen. Vor diesem Hintergrund bietet der Wettbewerb auf dem Energiesektor auch Chancen. Die Stadtwerke Essen bieten ihren Kunden seit dem 1. Mai 2009 auch die Versorgung mit Strom an. Um ein konkurrenzfähiges Angebot zu offerieren, orientiert sich die Preisstruktur am erfolgreichen klaro!-Tarif der Stadtwerke. Wie beim Erdgas werden je nach Verbrauch 3 Preisklassen angeboten. Seit dem 1. April 2010 wurde das Portfolio um das Produkt Ökostrom erweitert.

Weitere Chancen haben die Stadtwerke mit dem Angebot wahrgenommen, ab dem 1. Juli 2010 Erdgas auch außerhalb des Stadtgebiets von Essen zu verkaufen. Das Pilotprojekt wurde zunächst in 13 Vertriebsgebieten gestartet und im November um 3 weitere Gebiete vergrößert. Zweck des Projekts ist, dem Verlust an Marktanteilen im Stadtgebiet von Essen durch Expansion außerhalb des ursprünglichen Marktgebiets zu begegnen.


Sparte Abwasserentsorgung:

Das Ergebnis der EEG wird maßgeblich von der künftigen Zinsentwicklung beeinflusst. Bei einer Nutzungsdauer des Kanalnetzes von bis zu 80 Jahren ist keine fristenkongruente Fremdfinanzierung der Gesellschaft möglich, so dass ein erhebliches Zinsänderungsrisiko besteht. Diesem Risiko wird durch zeitlich gestaffelte und möglichst lange Zinsbindungsfristen bei den Fremddarlehen begegnet. Weiter gehende Zinssicherungsmaßnahmen waren bislang nicht erforderlich. Außerdem ist der Darlehensbestand überwiegend durch Bürgschaften der Stadt Essen besichert. Seit 2007 getätigte Darlehensaufnahmen wurden durch Forderungsabtretung besichert.

Des Weiteren wird der Erfolg des Unternehmens von den Leitsätzen für die Preisermittlung aufgrund von Selbstkosten (LSP) einschließlich der hierzu ergangenen Rechtsprechung beeinflusst. Änderungen der Rechtsprechung mit negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft können nicht ausgeschlossen werden.


Sparte Verkehr:

Im Jahr 2000 hat die Essener Verkehrs-AG bereits ein Risikomanagementsystem mit dem Ziel implementiert, gefährdende Entwicklungen für den Fortbestand der Gesellschaft frühzeitig zu erkennen. Hierzu wurden bisher zwei Mal jährlich Risikoinventuren durchgeführt und dem Vorstand zur Kenntnis gegeben. Seit 2007 ist das Risikomanagementsystem in die strategische Unternehmensplanung integriert worden und umfasst neben der Risikoidentifikation und -bewertung auch ein Chancenmanagement. Mehr noch als bisher dient das Risikomanagement als Instrument der strategischen Unternehmenssteuerung.

Neben den Risiken, die bereits oben angesprochen worden sind, ist auf folgende Risiken wesentlicher Art hinzuweisen:

Die Essener Verkehrs-AG hat von 1997 bis 2002 insgesamt vier US-Leasing Transaktionen durchgeführt. Nach verschiedenen Gesetzesänderungen in den USA sind zukünftig derartige Crossborder-Leasing Transaktionen nicht mehr möglich. In diesem Zusammenhang wird in der Öffentlichkeit zurzeit die Frage diskutiert, ob Altverträge, wie die Essener Verkehrs-AG sie abgeschlossen hat, von der neuen Gesetzgebung betroffen sind. Ungeachtet der Frage, ob der US-Investor Bestandsschutz hat oder nicht, gehört es zum üblichen Mindeststandard von US-Leasing-Verträgen, dass das US-Steuerrechtsänderungsrisiko beim amerikanischen Investor liegt. Das heißt, dass die Essener Verkehrs-AG selbst bei einer hypothetisch rückwirkenden Änderung des US-Steuerrechts weder zur Zahlung von Schadenersatz, noch zur Rückzahlung des Barwertvorteils, noch zur vorzeitigen Beendigung der Leasing-Verträge verpflichtet werden kann. Anders als in der öffentlichen Diskussion vielfach dargestellt, besteht dieses Risiko nicht.

Für die 1997 abgeschlossene Transaktion über 53 Schienenfahrzeuge wurde im Januar 2008 gegenüber dem US Trust die Kaufoption ausgeübt. Damit geht das Eigentum an den Fahrzeugen nach Ablauf der Grundmietzeit nicht auf den Trust über, sondern verbleibt bei der EVAG. Zum 1. Januar 2011 wurde zwischen den Vertragparteien formal die Beendigungsvereinbarung für die 2. Tranche der Transaktion geschlossen. Für die insgesamt 30 Fahrzeuge ist der Vertrag damit beendet, die restlichen 23 Fahrzeuge scheiden bis Anfang 2014 aus der vertraglichen Bindung aus.

Im Zuge der Finanzmarktkrise hat sich seit 2008 das Rating einer Vielzahl von Geldinstituten zum Teil erheblich verschlechtert. Davon waren auch solche Institute betroffen, die als Anlagebanken für die Eigen- bzw. Fremdkapitaldepots von US Lease Transaktionen fungieren. In einer Reihe von Geschäften wurde das vereinbarte Mindestrating unterschritten, was dazu führte, dass die deutschen Leasingnehmer zusätzliche Sicherheiten in Form von Bankbürgschaften stellen mussten. Die Transaktionen der EVAG sind von der Entwicklung nicht betroffen. Alle Ratings der eingeschalteten Geldinstitute entsprechen den vertraglichen Vorgaben.

In einer US-Lease Transaktion wurde das Eigenkapital und ein Teil des Fremdkaptals in Wertpapieren der WestLB angelegt. Die WestLB ist im Zuge der Finanzmarktkrise in Schwierigkeiten geraten. Bereits 2009 wurden Risikopapiere in die Erste Abwicklungsanstalt ausgelagert. Zurzeit werden verschiedene Modelle zur weiteren Sanierung der Bank diskutiert.

Wie für alle anderen Verkehrsunternehmen besteht auch für die Essener Verkehrs-AG das Risiko, im Rahmen einer möglichen Liberalisierung des öffentlichen Nahverkehrssystems Linienkonzessionen zu verlieren. Im Extremfall könnte die Gesellschaft dadurch in ihrem wirtschaftlichen Bestand gefährdet werden. Mit Inkrafttreten der neuen EU-Verordnung 1370/2007 ist die Möglichkeit geschaffen worden, die Essener Verkehrs-AG als internen Betreiber der Stadt Essen mit der Erbringung der Nahverkehrsleistungen zu beauftragen und damit den Bestand der Gesellschaft zu sichern. Letzte Rechtssicherheit wird die noch ausstehende Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) schaffen, indem die deutsche Rechtslage mit der europäischen harmonisiert werden soll. Wegen der zwischen den Ministerien und den Interessenverbänden geführten Diskussionen, ist das Gesetzgebungsverfahren nicht bis zum Inkrafttreten der EU VO abgeschlossen worden. Nach dem aktuellen Stand der Diskussion ist jedoch davon auszugehen, dass das PBefG bis Ende 2011 novelliert werden wird.

Da die Essener Verkehrs-AG genau wie die übrigen Verkehrsunternehmen im VRR den von der Kommission überprüften Regelungen unterliegt, ist die beihilferechtliche Diskussion für die Jahre bis einschließlich 2009 nun beendet; für die anschließenden Jahre ergeben sich aus der Entscheidung Hinweise bezüglich einer Anpassungsnotwendigkeit einzelner Punkte im VRR-Finanzierungssystem. Wir gehen davon aus, dass diese Hinweise umgesetzt werden, und sehen beihilferechtliche Risiken daher im Wesentlichen im formalen Bereich.
Wegen der anhaltenden Verlustsituation ist die Essener Verkehrs-AG auf die Fortführung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) angewiesen. Die fünfjährige Finanzplanung der EVV sieht ausreichende Mittel zur Abdeckung des EVAG-Verlustes vor. Im Haushaltsplan der Stadt Essen sind keine Zahlungen an die EVV berücksichtigt, da die EVV Jahresüberschüsse plant. Angesichts der angespannten Haushaltssituation erwartet die Stadt jedoch steigende Gewinnabführungen der EVV in den nächsten Jahren. Deshalb ist die EVAG gefordert, zusätzlich zu den ohnehin ergriffenen Maßnahmen, weitere Verbesserungen der Jahresergebnisse zu realisieren.

Da der EVAG im Wege der Verlustabdeckung lediglich der Fehlbetrag und nicht der tatsächliche Liquiditätsbedarf ausgeglichen wird, reicht der Verlustausgleich nur solange aus, wie nicht erfolgswirksame Ausgaben, im Wesentlichen Investitionen, im Rahmen der Innenfinanzierungskraft des Unternehmens, erfolgen. Die in den nächsten Jahren anstehenden Investitionen für Schienenfahrzeuge und Linienbusse werden nicht vollständig finanziert werden können und zu einem Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten führen. Anders als in den Vorjahren wird die EVAG nicht mehr auf kommunale Bürgschaften zur Besicherung ihrer Darlehensaufnahmen zurückgreifen können. Der Zinsaufwand wird deshalb ansteigen.

Bei einem Nahverkehrsunternehmen mit der typisch hohen Anlagenintensität und der langen Nutzungsdauer der Anlagegüter wirken sich Preissteigerungen bei Neuinvestitionen besonders stark aus. Der Gesellschaft werden laufend Mittel in Höhe der Differenz zwischen der bilanziellen Abschreibung auf Basis der Anschaffungskosten und der kalkulatorischen Abschreibung auf Basis der Wiederbeschaffungskosten entzogen. Das macht sich immer mehr bei den von der Stadt Essen auf die EVAG übertragenen U-/Stadtbahnanlagen bemerkbar. In diesem Bereich der Verkehrsinfrastruktur, der Anlagen im Alter von bis zu 40 Jahren umfasst, sind in den nächsten Jahren erhebliche Ersatzinvestitionen erforderlich. Die Finanzierung dieser Ersatzinvestitionen gestaltet sich umso schwieriger, als die ursprünglichen Investitionen seinerzeit von Bund und Land mit annährend 90 % gefördert worden sind, und nach dem bisherigen Stand der Dinge die notwendigen Ersatzinvestitionen für den Erhalt der Grundsubstanz nicht mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Zur Substanzerhaltung des Unternehmens wäre somit eine regelmäßige Zuführung von Eigenkapital notwendig, was angesichts der Haushaltslage der Stadt Essen zurzeit nicht möglich erscheint.

Der überwiegende Teil der Finanzanlagen entfällt auf eine Forderung auf Rückübertragung von Stammaktien der RWE AG, der eine Rückübertragungsverpflichtung in gleicher Höhe gegenüber der Stadt Essen gegenübersteht. Kursrisiken bestehen somit für die EVAG nicht. Zu den weiteren Finanzinstrumenten bei der EVAG gehören Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ziel der Gesellschaft ist es, finanzielle Risiken zu vermeiden oder zu vermindern. Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht.

Die EVAG hat gemeinsam mit 15 weiteren Verkehrsunternehmen Klage vor dem Landgericht Berlin gegen verschiedene Fahrtreppenhersteller eingereicht, um Schadenersatzansprüche aus kartellrechtswidrigen Absprachen geltend zu machen. Die Europäische Kommission hat gegen die Hersteller bereits Bußgelder in dreistelliger Millionenhöhe verhängt, denen die Kartellanten nicht widersprochen haben. Die EVAG hat daraus einen Schadenersatzanspruch von 2,7 Mio. € zzgl. Zinsen geltend gemacht.

Eine Chance für die EVAG als öffentliches Verkehrsunternehmen besteht in den weiter steigenden Fahrgastzahlen. Der seit Jahren bestehende positive Trend wird unterstützt durch steigende Energiepreise und das wachsende Umweltbewusstsein in der Gesellschaft.

Auch die vor zwei Jahren begonnene interkommunale Kooperation birgt Chancen durch die sich ergebenden Größeneffekte. Über die bereits ergriffenen Maßnahmen hinaus besteht so die Möglichkeit, weitere strukturelle Maßnahmen zur Kostenreduzierung zu realisieren.



Sparte Serviceleistungen:

Nach einer Verpflichtung im Konzern und aus dem Bündnis für Arbeit sind betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen. Diese Verpflichtung birgt bei Auftragsverlusten das Risiko, dass Personalkosten gegebenenfalls keine Erlöse gegenüberstehen. Bislang konnten in den wenigen Fällen der Auftragsverluste/-reduzierungen immer andere Einsatzmöglichkeiten für die Beschäftigten gefunden werden.

Ein Auftragsverlust im Bistum Essen mit annährend 60 Mitarbeiter/-innen konnte ohne betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeiter/-innen aufgefangen werden, ein Kraftakt der sich nicht wiederholen sollte.

Es gibt heute, mehr als 10 Jahre nach Gründung der RGE Servicegesellschaft Essen mbH, keine vernünftigen Gründe davon auszugehen, dass die Geschäftstätigkeiten der RGE mbH nach Gemeindeordnung angreifbar sind.
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dazu 2005, gestützt auf ein Gutachten der Rechtsanwälte Heuking, Kühn, Lüer und Wojtek, vertreten durch Frau Dr. Jasper, den Status der RGE bestätigt.

Es wurde angesichts weniger Auftragsausführungen außerhalb des Konzerns lediglich die Erwartung formuliert, dass der Kundenkreis außerhalb des Konzerns „Stadt Essen“ auf 5 % zurückzuführen ist. Dieser Erwartung kommt die RGE nach.

Darüber hinaus hat die Bezirksregierung auch keine Bedenken geäußert, in Nachbarstädten nach gleichem Modell ggf. Tochterunternehmen zu gründen.


3. Ausblick für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 sowie Nachtragsbericht


Sparte Holdingtätigkeit:


Um weitere Kostensenkungspotentiale erschließen zu können, rückt der EVV-Konzern immer mehr in den Vordergrund. Kostenersparnisse können sich einerseits durch die Zusammenfassung von Querschnittsfunktionen bisher getrennt operierender Einheiten ergeben. Als Beispiele seien die Bereiche Innenrevision und Recht, aber auch die Informationstechnologie genannt. Andererseits besitzen bestimmte Konzerngesellschaften Kernkompetenzen, die durch Zentralisierung der Aufgaben bei einer Gesellschaft gebündelt werden können. Schließlich besteht die Möglichkeit, durch interkommunale Kooperationen Synergieeffekte zu erzielen.

Die drei aufgezeigten Varianten wurden auf Konzernebene gutachterlich geprüft, um anschließend die möglichen Kostensenkungspotentiale dort, wo es sinnvoll und machbar erscheint, auszuschöpfen. So wurden die Bereiche Innenrevision und Recht bereits in 2006 auf der Konzernebene zentralisiert. Ende 2008 wurde die Zentralisierung der Informationstechnologie vollzogen.

Der Wirtschaftsplan für den Zeitraum 2011 bis 2015 weist für 2011 einen geplanten Jahresüberschuss von 16,0 Mio. € und für 2012 einen von 8,4 Mio. € aus. Im weiteren Verlauf wird von weitestgehend konstanten Jahresüberschüssen ausgegangen. Grundlegende Prämisse für die geplanten Ergebnisse sind die Erträge aus Beteiligungen und aus den Wertpapieren des Anlagevermögens. Beide Posten werden maßgeblich von der Höhe der RWE-Dividende bestimmt.

Im Wirtschaftsplan 2011 wurden die ursprünglich geplanten Dividendenzahlungen der RWE AG deutlich reduziert. Für 2011 wurde eine Dividende von 3,50 € je Aktie unterstellt, für 2012 eine von 3,30 €.

In 2011 hat die RWE AG in Übereinstimmung mit der Planung eine Dividende von 3,50 € je Aktie ausgeschüttet. Für die folgenden Jahre erwartet die Mehrzahl der Analysten weiter sinkende Dividenden. Es ist davon auszugehen, dass die Jahresüberschüsse spätestens ab 2012 die Planwerte der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung nicht erreichen werden.


Sparte Wohnungswirtschaft:

Für das Geschäftsjahr 2011 ist ein Jahresüberschuss von rd. 19,2 Mio. € geplant. Darin ist ein Ergebnis aus dem Verkauf von Wohnungen in Höhe von rd. 4,5 Mio. € enthalten. Für Erlösschmälerungen wird von einem ähnlichen Wert wie im Jahr 2010 ausgegangen. Der Wohnungsbestand bleibt in etwa konstant. Abgänge aufgrund Verkäufen oder Niederlegungen nicht mehr marktgerechter Altimmobilien werden durch Zukäufe in ähnlicher Höhe ausgeglichen.

Die Jahresplanung für 2011 sieht Investitionen in Höhe von 59,1 Mio. € vor. Enthalten sind darin 22,0 Mio. € für Neubauvorhaben, 20,9 Mio. € für Zukäufe, 16,2 Mio. € für Großmodernisierungen und Einzelumbauten. Die geplanten Instandhaltungskosten betragen 14,8 Mio. €.


Sparte Versorgung:

Die interkommunale Kooperation wurde mit der Gründung der rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH gemeinsam mit den Stadtwerken Duisburg vorangetrieben. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit am 1. Juli 2007 aufgenommen. Zur weiteren Intensivierung der Kooperation mit Duisburg wurde in 2009 die enuvo – rhein ruhr partner Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH gegründet. Die Gesellschaft koordiniert die Aktivitäten auf diesem Sektor und bedient sich der fachlichen Kapazitäten der beiden Mutterhäuser.
Weiterhin haben sich die Stadtwerke Essen gemeinsam mit drei weiteren Partnern an einer Gesellschaft beteiligt, die in Epe bei Gronau den Bau und Betrieb eines Kavernenspeichers für Erdgas plant. Neben der Versorgungssicherheit steht hier die Bezugskostenoptimierung im Vordergrund.
Seit dem 17. Dezember 2010 ist die Stadtwerke Essen AG mit weiteren 6 Partnern an der KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co. KG mit einem Anteil von 15 % beteiligt. Zweck dieser Gesellschaft ist die Beteiligung an der STEAG GmbH und damit insbesondere die Produktion von Strom in den vorhandenen bzw. künftig neu zu planenden Kraftwerken. Durch die Verbindung zur STEAG, deren Hauptverwaltung sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Stadtwerken befindet, ergeben sich weitere Perspektiven der künftigen Zusammenarbeit.
Die zum Jahresbeginn 2011 wesentlich milderen Temperaturen führten zu einem rückläufigen Gasabsatz. Der beim Wasser zu beobachtende langfristige Trend sinkender Verbrauchsmengen wurde durch die trockenen Frühjahrsmonate unterbrochen. Zusätzliche Impulse erhoffen sich die Stadtwerke durch den weiteren Ausbau des Geschäftsbereichs Stromversorgung sowie seit dem 1. Juli 2010 gestarteten Gasverkauf außerhalb des Stadtgebiets von Essen.

Inwieweit die im Wirtschaftsplan 2011 gesetzten Erwartungen erfüllt werden können, hängt nicht zuletzt von der Witterungsentwicklung im weiteren Jahresverlauf ab.


Sparte Verkehr:

Der Wirtschaftsplan für den Zeitraum 2011 bis 2015 weist für 2011 und 2012 bei weiter leicht steigenden Umsatzerlösen gegenüber dem Jahresergebnis 2010, bereinigt um die Schwankungen der RWE Dividende, deutlich reduzierte Planverluste aus. Grundlegende Prämisse für die Wirtschaftsplanung in 2011 und 2012 sind die Dividendenerträge aus den RWE Aktien, für deren Ansatz eine Dividende von 3,80 € bzw. 4,00 € angenommen wurde. Nach der Dividendenankündigung der RWE AG in der Bilanzpressekonferenz am 24.02.2011 soll in 2011 unverändert zum Vorjahr eine Dividende in Höhe von 3,50 € gezahlt werden. Bei geplanten 3,80 € je RWE Aktie wird sich für 2011 somit ein Minderertrag in Höhe von 3,1 Mio. € ergeben. Die RWE AG hat gleichzeitig einen sehr schwachen Ausblick für die nächsten 3 Jahre gegeben und entgegen der Erwartung keine Mindesthöhe für die Dividenden der Geschäftsjahre 2011 bis 2013 festgelegt. Der Planansatz für Dividendenerträge in der mittelfristigen Finanzplanung ab 2012 wird somit wahrscheinlich nicht erreicht werden können.

Im März 2011 wurde ein Darlehen mit einer Restschuld von 2,2 Mio. € außerplanmäßig getilgt.

Die Entwicklung der Energiepreise lässt für 2011 und 2012 einen deutlichen Mehraufwand insbesondere für die Beschaffung von Dieselkraftstoff erwarten. Lag der Spot-Preis in Rotterdam Anfang 2009 noch bei 300 € je Tonne, wurde Anfang März 2011 bereits wieder ein Preisniveau von über 700 € erreicht. Wegen der teilweisen Absicherung der Bezugskosten wird die EVAG nur zum Teil von dieser negativen Entwicklung betroffen sein.

Die Stadt Essen hat für 2010 und 2011 einen Doppelhaushalt aufgestellt, der Haushaltsverbesserungen von allen städtischen Dienststellen verlangt und auch die Beteiligungsgesellschaften einbezieht. Durch das erwirtschaftete Jahresergebnis 2010 trägt die EVAG dazu bei, dass die Ausschüttung der EVV an die Stadt Essen die Erwartungen erfüllt. Mit dem im Dezember 2010 genehmigten Wirtschaftsplan erfüllt die EVAG die von der EVV gesetzten Vorgaben und trägt weiterhin mit zur Haushaltskonsolidierung der Stadt Essen bei.

Die EVV wird in Erfüllung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages den zu erwartenden Verlust ausgleichen. Die liquiden Mittel sollen im erforderlichen Maße von der EVV erwirtschaftet werden.

Andere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.


Sparte Entsorgung:

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft wird von der Geschäftsführung in Wirtschafts- und Finanzplänen abgebildet. Der Wirtschaftsplan 2011 ff. wurde von der Geschäftsführung dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung in 2010 vorgelegt.

Im Rahmen kontinuierlicher Verbesserungsmaßnahmen sowie der Umsetzung geänderter abfallrechtlicher Rahmenbedingungen wird derzeit die Implementierung der neuen, einheitlichen Betriebssoftware forciert. Nachdem die Einführung im gewerblichen Bereich im Jahre 2010 erfolgreich umgesetzt wurde, ist die Einführung der Software in den Bereichen Straßenreinigung und im Winterdienst für das Jahr 2011 geplant.

Die Einführung der neuen Betriebssoftware soll dazu führen, die operativen Prozessabläufe im Bereich der Straßenreinigung und des Winterdienstes zu optimieren und gerichtssicher zu dokumentieren.

Die Geschäftsführung wird auch weiterhin die Einwirkungsmöglichkeiten für einen weiteren Personalabbau bzw. Personalverjüngungen prüfen. Diese sind nach wie vor durch das Bündnis für Arbeit, den Überleitungstarifvertrag und erschwerte Rentenbedingungen begrenzt.

Nicht zuletzt der demographische Wandel in unserer Gesellschaft als auch bei der EBE führt dazu, sich im Rahmen optimierter Prozessabläufe auf den demographischen Wandel einzustellen. Hierzu wurden diverse Projekte angestoßen bzw. teilweise bereits umgesetzt. Auf der Grundlage von Bestandsaufnahmen sowie relevante Entwicklungstendenzen werden mitarbeiter- und aufgabenbezogene Handlungskonzepte entwickelt.

Nachdem das Jahr 2010 vor dem Hintergrund der Kulturhauptstadt 2010 eher zu einer reduzierten Bautätigkeit in Essen führte, wird für das Jahr 2011 weiterhin ein Ansteigen der Bautätigkeit erwartet. So werden zum Beispiel im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung die Projekte „Niederfeldsee“, „Universitätsviertel“ sowie „Entwicklung Kreuzeskirch-Viertel“ weiter verfolgt.

Darüber hinaus wird die EBE ihr Dienstleistungspaket für die Wohnungswirtschaft in Essen, das im Rahmen von „Service-Plus“ im Jahre 2010 eingeführt worden ist, weiter forcieren.

Im Jahre 2010 hat die EBE eine europaweite Ausschreibung für die Verwertung des von ihr gesammelten Altpapiers für das Jahr 2011 durchgeführt. Der Vertrag hat eine einjährige Verlängerungsoption für das Jahr 2012.

Die kurz- und mittelfristige Erfolgsplanung der EBE weist Jahresüberschüsse für die Jahre 2011 in Höhe von 3.215 T€ und 2012 von 3.241 T€ aus.

An Investitionen sind nach dem Vermögensplan für 2011 3.832 T€, 2012 3.500 T€, 2013 3.500 T€, 2014 3.500 T€ und 2015 3.500 T€ vorgesehen.

Die Investitionen 2011 betreffen überwiegend Sachanlageinvestitionen im Bereich von Ersatzbeschaffungen in den Fuhrpark sowie den Ausbau eines Recyclinghofes. Bei den Fuhrparkinvestitionen handelt es sich um die Modernisierung des Fuhrparks, insbesondere in schadstoffarme Dieselkraftfahrzeuge, sowie in erdgasbetriebene Fahrzeuge.

Die Erfahrungen im Winterdienst sowohl zu Beginn des Jahres 2010 als auch zum Ende des Jahres, bedingte eine Anpassung der Winterdienststrategie der EBE GmbH. Um bei der Salzbeschaffung unabhängiger von Dritten zu werden, plant die EBE GmbH eine höhere Salzbevorratung. Dies soll durch eine eigene Salzlagerhalle auf dem Grundstück an der Pferdebahnstraße erreicht werden.

Auf Grund des Wegfalls der Annahmestelle für Grünabfälle und Straßenkehricht im Stadtgebiet Essen wird nunmehr der Umschlag von rund 11.000 t Grünabfällen und rund 5.100 t Straßenkehricht an der eigenen Betriebsstätte „Stauderstraße“ durchgeführt.

Neben den bisherigen Ausbildungsberufen wird ab dem Jahre 2011 bei der EBE erstmals in dem Beruf „Fachkraft für Lagerlogistik“ ausgebildet.


Sparte Serviceleistungen:

Die RGE mbH hat das vorrangige Ziel der Gesellschaft, der „Dienstleister im Konzern“ zu werden, im Grundsatz erfüllt.

Von den wichtigen Konzerngesellschaften fehlen – trotz intensiver Bemühungen – noch die Kunden Theater- und Philharmonie und die Stadt Essen (Restflächen), wobei letztere durch Vertrag quasi automatisch ohnehin nach Ausscheiden der städtischen Reinigungskräfte der RGE mbH zur Reinigung übertragen werden.

Aus diesem Grunde wurde in 2008 die Erweiterung des Unternehmensgegenstandes
auf „Service-Dienstleistungen in und um Immobilien, so genannte Facility-Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Sicherheitsdienste, Hausmeisterservice, Post- und Botendienste, Catering und ähnliches für die Stadt Essen und deren Beteiligungsgesellschaften“ entschieden.

Die sich daraus ergebenden weiteren Möglichkeiten für die Stadt Essen und im Konzern sind in 2009 verstärkt anzugehen. Darüber hinaus ermöglicht das vorerwähnte Gutachten auch die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren.

Da dies auch Zielrichtung der EVV ist und von den verbundenen Unternehmen auch aktiv angegangen wird, wird die RGE der Kooperation mit Nachbargemeinden besonderes Augenmerk widmen.

Die Überlegungen zu Kooperationen mit Nachbargemeinden haben in 2010 dazu geführt, dass ein Tochterunternehmen, die akuras GmbH, gemeinsam mit der Servicegesellschaft in Duisburg (octeo Multiservices GmbH) gegründet wurde.

Anteilseigner sind die RGE mbH und die octeo GmbH mit jeweils 50 % Unternehmensanteilen. Das Unternehmen hat sich zur Aufgabe gemacht, Spezialdienstleistungen in den Kommunen Essen und Duisburg auszuführen.

Die ersten Erfahrungen sind überaus positiv.

Die Chancen der Weiterentwicklung der RGE liegen

1. in der Wahrnehmung geschäftsfeldverwandter Aufgaben für die Stadt Essen und für die Konzerntöchter und

2. in der Kooperation mit Nachbargemeinden.


4. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gem. § 108 Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 Gemeindeordnung NW

Unternehmensgegenstand der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) ist die Versorgung der Einwohner mit Energie und Wasser, die Beförderung von Personen mit den verschiedenen Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs, der Betrieb des städtischen Hafens, die Abwasserentsorgung, die Wohnungsbewirtschaftung sowie die Telekommunikation. Die Gesellschaft bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben ihrer Tochtergesellschaften. Aus der Definition des Gesellschaftszweckes im § 3, Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages ergibt sich die mittelbare Ausrichtung der Gesellschaft auf die Versorgungs- und Abwasser-Entsorgungsunternehmen SWE und EEG, das Verkehrsunternehmen EVAG, die Wohnungsunternehmen Allbau AG und AMG, das Schifffahrtsunternehmen WFB, die Entsorgungsunternehmen EBE und EVB, die Servicegesellschaft RGE, und die Telekommunikations-Gesellschaft Versatel AG. Durch die mittelbare wirtschaftliche Betätigung über die Tochterunternehmen wird die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft erfüllt und der öffentliche Zweck erreicht.


Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres

Die TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH, an der die EVV einen Anteil von 36 % hält, ist Gesellschafterin der Vienna I S.a.r.l, Luxemburg, die wiederum Gesellschafterin von Vienna II S.a.r.l ist. Diese Gesellschaft hält ihrerseits Aktien der Versatel AG, die das Interesse eines Finanzinvestors gefunden haben. Sollte die Transaktion in 2011 erfolgreich durchgeführt werden, wird ein Veräußerungsüberschuss von rd. 3,2 Mio. € erwartet, der bislang noch nicht in der Planung berücksichtigt wurde.

Mit Wirkung zum 4. Januar 2011 sind die von der Sparkasse Essen, Essen, gehaltenen 130.000 Stückaktien der RW Holding AG, Düsseldorf, zu einem Kaufpreis von 5,8 Mio. € an die EVV übertragen worden.

Mit Vertrag vom 30. Juni 2010 wurden die Darlehensbeziehungen zwischen der Stadt Essen (Darlehensgeber) und der EVV sowie zwischen der EVV (Darlehensgeber) und der EEG in Höhe von jeweils 199,7 Mio. € zum 31. Dezember 2010 gekündigt. Mit selbigem Vertrag hat die Stadt Essen mit Wirkung zum 1. Januar 2011 die Darlehensvaluta im Wege der Abtretung tilgungsfrei um weitere 10 Jahre direkt mit der EEG prolongiert.

Essen, 27. September 2011

Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Dr. Görgens

Dr. Zierold

Bückemeyer

Kunze

Miklikowski

Wieschenkämper

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), Essen, aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Kapitalflussrechnung-- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Essen, den 27. September 2011

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Gaeb
Wirtschaftsprüfer

Lämmer
Wirtschaftsprüfer

Sonstiges

Jahresabschluss und Lagebericht liegen bis zur Feststellung des folgenden Jahresabschlusses während der Geschäftszeiten am Empfang der Hauptverwaltung der Stadtwerke Essen AG, Rüttenscheider Str. 27-37, 45128 Essen, zur Einsichtnahme aus.