| A K T I V A | |||
| 31.12.2010 | Vorjahr | ||
| € | € | € | |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1.269.178,99 | 195.730,54 | |
| II. Sachanlagen | 3.985.296,10 | 1.417.774,54 | |
| III. Finanzanlagen | 842.138.813,70 | 841.429.755,44 | |
| 847.393.288,79 | 843.043.260,52 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige | |||
| Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und | |||
| Leistungen | 2.014.061,67 | 410.111,28 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene | |||
| Unternehmen | 24.757.457,46 | 23.891.653,63 | |
| 3. Forderungen gegen Gesell- | |||
| schafterin | 5.650.505,47 | 2.958.735,24 | |
| 4. Forderungen gegen Unternehmen, | |||
| mit denen ein Beteiligungsver- | |||
| hältnis besteht | 40.114,37 | 106.355,45 | |
| 5. Sonstige Vermögens- | |||
| gegenstände | 53.944.950,65 | 44.683.126,06 | |
| 86.407.089,62 | 72.049.981,66 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 8.979,46 | 3.489.396,59 | |
| 86.416.069,08 | 75.539.378,25 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 186.624,85 | 7.158,18 | |
| 933.995.982,72 | 918.589.796,95 |
| P A S S I V A | |||
| 31.12.2010 | Vorjahr | ||
| € | € | € | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 66.200.000,00 | 66.200.000,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 253.380.692,74 | 252.847.692,74 | |
| III. Gewinnrücklagen | 1.467.126,47 | 0,00 | |
| IV. Jahresüberschuss | 19.606.216,14 | 21.467.126,47 | |
| 340.654.035,35 | 340.514.819,21 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 1.895.584,00 | 1.779.329,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 768.000,00 | 919.000,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 75.311,00 | 96.870,00 | |
| 2.738.895,00 | 2.795.199,00 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| Kreditinstituten | 293.464.006,60 | 299.010.107,43 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus | |||
| Lieferungen und Leistungen | 10.762.063,97 | 2.869.301,30 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen | 64.773.625,72 | 64.366.343,44 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| Gesellschafterin | 220.791.546,24 | 209.009.626,10 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 811.809,84 | 24.400,47 | |
| davon aus Steuern 30.086,89 € | |||
| (Vorjahr 23.929,79 €) | 590.603.052,37 | 575.279.778,74 | |
| 933.995.982,72 | 918.589.796,95 |
| 2010 | Vorjahr | ||
| € | € | € | |
| 1. Umsatzerlöse (inkl. Stromsteuer) | 28.198.053,09 | 16.101.897,17 | |
| 2. Stromsteuer | -1.568.009,60 | 0,00 | |
| 3. Umsatzerlöse | 26.630.043,49 | 16.101.897,17 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 756.990,40 | 1.550.293,28 | |
| 5. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe | 9.530.464,02 | 309.787,08 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 8.920.255,03 | 7.810.508,73 | |
| 18.450.719,05 | 8.120.295,81 | ||
| 6. Personalaufwand | |||
| a) Gehälter | 1.426.642,76 | 894.662,60 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen | |||
| für Altersversorgung | 384.812,52 | 212.095,11 | |
| davon für Altersversorgung 211.300,67 € | 1.811.455,28 | 1.106.757,71 | |
| (im Vorjahr 185.881,31 €) | |||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens- | |||
| gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 720.618,00 | 213.829,57 | |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8.684.080,66 | 9.373.852,74 | |
| 9. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags | |||
| erhaltene Gewinne | 22.630.011,40 | 19.520.294,39 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 34.832.837,88 | 33.929.291,73 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 19.320.523,03 € | |||
| (im Vorjahr 18.549.371,27 €) | |||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Aus- | |||
| leihungen des Finanzanlagevermögens | 15.950.551,38 | 19.077.342,32 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 4.559.836,38 € | |||
| (im Vorjahr 4.562.316,82 €) | |||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 69.785,94 | 278.985,78 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen 24.769,74 € | |||
| (im Vorjahr 39.244,45 €) | |||
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 31.480.722,71 | 29.809.936,95 | |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 20.401.518,15 | 20.113.384,42 | |
| davon an verbundene Unternehmen 1.683.111,46 € | |||
| (im Vorjahr 46.105,56 €) | |||
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 19.321.106,64 | 21.720.047,47 | |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | 21.815,00 | 0,00 | |
| 17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | +343.499,50 | 0,00 | |
| 18. Sonstige Steuern | 156.762,48 | 270.629,41 | |
| An Tochterunternehmen weiterbelastete Steuern | -120.187,48 | -17.708,41 | |
| 36.575,00 | 252.921,00 | ||
| 19. Jahresüberschuss | 19.606.216,14 | 21.467.126,47 |
I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches und dem Gesellschaftsvertrag entsprechend unter Anwendung
der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzes für große
Kapitalgesellschaften sowie unter Berücksichtigung der Änderungen durch das
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 29. Mai 2009 aufgestellt. Die
Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
befinden sich grundsätzlich im Anhang. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte
wird gem. Art. 67 Abs. 8 EGHGB verzichtet.
Für die Gliederung der Gewinn-
und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
II.
Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich
Ausweis, Bilanzierung und Bewertung
Bilanz
Das
Anlagevermögen ist im Einzelnen in der „Entwicklung des Anlagevermögens“
dargestellt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen
Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen richten sich grundsätzlich nach der
in den steuerrechtlichen Abschreibungstabellen jeweils vorgegebenen
Nutzungsdauer. Anlagenzugänge werden zeitanteilig ab dem Monat des Zugangs
linear abgeschrieben.
Die Nutzungsdauer für Soft- und Hardware wurde im
Vergleich zum Vorjahr von drei auf fünf Jahre bzw. von drei auf vier Jahre
erhöht.
Seit 2008 werden geringwertige Anlagegüter im
Einzelanschaffungspreis von 150,00 € bis 1.000,00 € in einen Sammelposten gemäß
§ 6 Abs. 2 a EStG eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Geschäftsjahr seiner
Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren zu je 20 % aufwandswirksam
aufgelöst.
Die Finanzanlagen enthalten Anteile an verbundenen
Unternehmen (489.644 T€; Vj. 489.644 T€), Ausleihungen an verbundene Unternehmen
(200.502 T€; Vj. 200.544 T€), Beteiligungen (40.623 T€; Vj. 40.123 T€),
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
(100.217 T€; Vj. 99.966 T€) und Wertpapiere des Anlagevermögens (11.152 T€; Vj.
11.152 T€).
Die Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und
Wertpapiere werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren
beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum
Nennwert angesetzt.
Die Abgänge bei den Ausleihungen an verbundene
Unternehmen betreffen die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens an die
Weisse Flotte Baldeney-GmbH.
Die Beteiligungen erhöhten sich um
500 T€ und die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, nahmen um 250 T€ zu.
Die
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht, enthalten eine Forderung auf Rückübertragung von 3.448.955 Stück
Stammaktien der RWE AG in Höhe von 99.966 T€. Die Aktien waren in 2006 als
Wertpapiere des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten ausgewiesen und
wurden im Wege der unentgeltlichen Wertpapierleihe an die RW
Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (RWEB) ausgeliehen.
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden soweit möglich mit
gleichartigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen. Dabei handelt es sich im
Wesentlichen um Forderungen aus Gewinnabführungen und sonstige
Leistungen.
Die Forderungen gegen Gesellschafterin betreffen
Stromlieferungen und Zinsen aus dem Cashpool.
Bei den Forderungen
gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es
sich um die Restgewinnforderung gegen die RW Energie Beteiligungsgesellschaft
mbH und Forderungen gegen die essen.net GmbH.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Forderungen in
Höhe von 2.583 T€ haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen
Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche aus
Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer
von 53.931 T€.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum
Nennwert bilanziert.
Die Ermittlung der latenten Steuern für den
Organkreis erfolgt auf Basis einer im Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus von
temporären Differenzen geltenden Steuerquote in Höhe von 32,625 %. Passive
Steuerlatenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bei den
Finanzanlagen sowie den Pensionsrückstellungen. Unterschiedliche Wertansätze im
Wesentlichen bei den sonstigen Vermögensgegenständen, Finanzanlagen,
Pensionsrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sowie steuerliche
Verlustvorträge führen zu aktiven latenten Steuern, die die passiven latenten
Steuern übersteigen. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch, einen
Überhang von aktiven latenten Steuern nicht anzusetzen.
Der
Kapitalrücklage wurden 533 T€ von der Gesellschafterin zugeführt. In der
Gesellschafterversammlung vom 31. August 2010 ist beschlossen worden, den
Jahresüberschuss 2009 in Höhe von 1.467 T€ in die Gewinnrücklagen einzustellen
und in Höhe von 20.000 T€ an die Gesellschafterin auszuschütten.
Die
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen entsprechen dem
nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag aller
Versorgungsverpflichtungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von
Heubeck – die eine generationenabhängige Lebenserwartung berücksichtigen. Sie
wurden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer
angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser
Zinssatz beträgt 5,15 % (Vorjahr 5,0 %). Im Rahmen weiterer Rechnungsannahmen
wurde ein Rententrend von jährlich 1,75 % und eine Gehaltsdynamik von jährlich 2
% berücksichtigt.
Durch die Umstellung der Bewertung der
Pensionsrückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergibt sich
zum 1. Januar 2010 ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von
327 T€. Von der Übergangsregelung gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB, den nach dem
BilMoG notwendigen Zuführungsaufwand über maximal 15 Jahre zu verteilen, wurde
Gebrauch gemacht. Entsprechend wurde den Pensionsrückstellungen ein Teilbetrag
in Höhe von 22 T€ zugeführt. Die Zuführung wird in der Gewinn- und
Verlustrechnung als außerordentlicher Aufwand gezeigt. Der noch nicht in der
Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung in Höhe von 305 T€ wird
innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums den Pensionsrückstellungen
zugeführt.
Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bilanziert.
Die
Steuerrückstellungen betreffen Umsatzsteuer.
Die sonstigen
Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken in angemessener Höhe. Diese
beinhalten Kosten des Jahresabschlusses und IHK
Beiträge.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert
worden. Es bestehen folgende Restlaufzeiten:
| davon mit Restlaufzeit | |||
| 31.12.2010 | bis 1 Jahr | über 5 Jahre | |
| € | € | € | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 293.464.006,60 | 4.988.316,55 | 171.535.710,77 |
| (Vorjahr) | (299.010.107,43) | (5.558.034,15) | (176.673.257,80) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.762.063,97 | 10.762.063,97 | 0,00 |
| (Vorjahr) | (2.869.301,30) | (2.869.301,30) | (0,00) |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 64.773.625,72 | 27.414.289,41 | 31.353.232,36 |
| (Vorjahr) | (64.366.343,44) | (24.366.343,44) | (40.000.000,00) |
| Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin | 220.791.546,24 | 220.791.546,24 | 0,00 |
| (Vorjahr) | (209.009.626,10) | (9.267.007,88) | (0,00) |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 811.809,84 | 811.809,84 | 0,00 |
| (Vorjahr) | (24.400,47) | (24.400,47) | (0,00) |
| davon aus Steuern 30.086,89 € (Vorjahr 23.929,79 €) | |||
| 590.603.052,37 | 264.768.026,01 | 202.888.943,13 | |
| (Vorjahr) | (575.279.778,74) | (42.085.087,24) | (216.673.257,80) |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch
kommunale Ausfallbürgschaften gesichert.
Die Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen
Verbindlichkeiten aus Steuern und Darlehen von der EEG.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin beinhalten im Wesentlichen ein
von der Stadt Essen erhaltenes Darlehen zur Weiterleitung an die Entwässerung
Essen GmbH (EEG) in Höhe von 199.743 T€, Überzahlungen aus Verlustausgleich in
Höhe von 8.995 T€ und Cashpool-Verbindlichkeiten in Höhe von 12.054
T€.
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Zinsabgrenzung
für Darlehensverbindlichkeiten und die Lohn- und Kirchensteuer aus Dezember 2010
ausgewiesen.
Gewinn- und Verlustrechnung
Als
Umsatzerlöse sind Erträge aus der Vermarktung von Veraschungsrechten im
Müllheizkraftwerk Karnap 2.258 T€ (Vj. 2.308 T€), der Stromhandel 9.619 T€ sowie
im Wesentlichen Erträge aus der Tätigkeit der Rechtsabteilung 900 T€ (Vj. 1.009
T€), der internen Revision 742 T€ (Vj. 761 T€) und der IT-Abteilung 12.553 T€
(Vj. 11.855 T€) für andere Konzerngesellschaften ausgewiesen.
Die
sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der
Verwaltungskostenumlage (671 T€; Vj. 544 T€) und periodenfremde Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen (25 T€; Vj. 29 T€).
Im
Materialaufwand sind der Strombezug (9.311 T€) und die bezogenen
Leistungen für die Müllveraschung und für Personalgestellung durch SWE, EVAG und
EBE erfasst.
Die aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltenen
Gewinne beinhalten die Gewinnabführungen von der Stadtwerke Essen AG (21.200
T€), der RGE (1.228 T€), der EVB (120 T€) und der Weisse Flotte Baldeney-GmbH
(81 T€).
Unter den Erträgen aus Beteiligungen sind die
Ausschüttungen der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (2.556 T€), der Allbau AG
(16.764 T€), der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH (11.977 T€) und der
Kom9 (3.536 T€) ausgewiesen.
Unter den Erträgen ausanderen Wertpapieren
und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens werden die
Dividendenausschüttungen der RW-Holding AG und Zinserträge aus
Gesellschafterdarlehen an verbundene Unternehmen erfasst.
Unter den
sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen von der Stadt Essen
für Gewerbesteuererstattungen, Zinsen aus Tagegeldanlagen sowie die Erträge aus
der Aufzinsung des Körperschaftsteuerminderungsguthabens ausgewiesen.
Als
Aufwendungen aus Verlustübernahme ist die Verlustausgleichzahlung an die
EVAG (31.481 T€) ausgewiesen.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen
betreffen im Wesentlichen mit 4.514 T€ die Zinsen für das von der Stadt
Essen erhaltene Gesellschafterdarlehen, Zinsen für gewährte Darlehen der EEG in
Höhe von 1.683 T€, Darlehenszinsen in Höhe von 13.977 T€ sowie den Aufwand für
die Aufzinsung für die Pensionsrückstellungen mit 108 T€.
Unter den
außerordentlichen Aufwendungen sind 21 T€ für die Zuführung zu den
Pensionsrückstellungen enthalten. Dieser Sachverhalt ergibt sich aus der
Bewertung der Rückstellungen entsprechend der Grundsätze nach dem BilMoG zum 1.
Januar 2010.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten
Gewerbesteuererstattungen für die Jahre 2004 bis 2006.
Die sonstigen
Steuern beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuer.
Angaben zum
Jahresergebnis
Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss
von 19.606.216,14 € ab.
Die Geschäftsführung schlägt vor, einen Betrag in
Höhe von 21.000.000,00 € an die alleinige Gesellschafterin Stadt Essen
auszuschütten. Der Betrag setzt sich aus dem Jahresüberschuss und einer Entnahme
aus den Gewinnrücklagen in Höhe von 1.393.783,86 € zusammen.
III.
Ergänzende Angaben
Konzernzugehörigkeit
Die Gesellschaft
stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 auf.
Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht.
Abschlussprüferhonorar
Auf die Angabe
der Honorare des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet, weil
diese Angabe im Konzernabschluss enthalten ist.
Geschäfte mit
nahestehenden Personen
| Art der Beziehung | Verbundene | Stadt Essen | Sonstige |
| Art des Geschäfts | Unternehmen | ||
| T € | T € | T € | |
| Dienstleistungen der CoStEk, Gesundheitsmanagement | |||
| Rechtsabteilung, Revision und IT-Abteilung | 14.270 | 106 | 216 |
| Stromhandel | 28 | 10.569 | 0 |
| Sonstiges | 712 | 6 | 0 |
| Summe angebotene Leistungen | 15.010 | 10.681 | 216 |
| Personalgestellungen | 6.535 | 0 | 0 |
| Leistungen Müllveraschung/Stromhandel | 240 | 1.623 | 0 |
| Dienstleistungen und sonstiges | 1.855 | 251 | 0 |
| Miete | 436 | 59 | 113 |
| Summe bezogene Leistungen | 9.066 | 1.933 | 113 |
| Verbundene Unternehmen: SWE, EVAG, Allbau, AMG, ABG, EBE, EVB, RGE, WFB, RGE, EEG | |||
| Stadt Essen: ESH, Grün und Gruga, Sport- und Bäderbetriebe | |||
| Sonstige: GBR, essen.net | |||
Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
| Dem Aufsichtsrat gehören an: | |
| Reinhard Paß, Essen | Oberbürgermeister, Diplom-Ingenieur |
| Vorsitzender seit 12/2009 | |
| Thomas Altenbeck, Essen *) | Betriebsratsvorsitzender der EBE |
| stell. Vorsitzender seit 12/2009 | |
| Franz-Josef Britz, Essen | Diplom-Ökonom, OStR a.D., Bürgermeister |
| Ute Eggert, Essen *) | Gewerkschaftssekretärin ver.di |
| Thomas Fresen, Essen | Rechtsanwalt |
| Achim Goltz, Nordkirchen *) | Elektotechniker |
| Lothar Grüll, Oberhausen *) | Gewerkschaftssekretär ver.di |
| Wolfgang Hausmann, Essen *) | Elektromechaniker |
| Dieter Hilser, Essen | Diplom-Volkswirt, MdL |
| Ursula Königsfeld-Koßmann, Essen *) | Kaufmännische Angestellte |
| Friedhelm Krause, Essen | Pensionär |
| Thomas Kufen, Essen | Ratsherr |
| Hans Peter Leymann-Kurtz, Essen | Ratsherr |
| Mehrdad Mostofizadeh, Essen | Wissenschaftlicher Mitarbeiter |
| Beate Müntjes, Essen *) | Kaufmännische Angestellte |
| Bärbel Rase, Essen | Kaufmännische Angestellte |
| Manfred Reimer, Essen | Oberstudiendirektor |
| Wolfgang Schmitz, Oberhausen *) | Gewerkschaftssekretär ver.di |
| Andreas Wieschenkämper, Bottrop *) | Leiter Einkauf/Technik/Fuhrpark RGE |
| Harald Wirtz, Moers *) | Diplom-Kaufmann |
| *) Arbeitnehmervertreter |
Die Geschäftsführung besteht aus den Herren
Dr. Bernhard
Görgens, Essen Kaufmännischer Vorstand SWE
(Sprecher)
Dr. Horst
Zierold, Wuppertal Kaufmännischer Vorstand EVAG
(stellvertretender Sprecher)
Dietmar Bückemeyer, Gelsenkirchen Technischer Vorstand der
SWE
Klaus Kunze, Essen Geschäftsführer EBE
Dirk Miklikowski,
Gelsenkirchen Vorstand Allbau AG
Klaus Wieschenkämper, Essen
Geschäftsführer RGE
Siegfried Voß, Essen Personalvorstand EVAG bis
31.10.2010
Den Aufsichtsratsmitgliedern der EVV wurden 42 T€, den
aktiven Geschäftsführern
114 T€ und den früheren Mitgliedern der
Geschäftsführung 81 T€ vergütet.
Mitarbeiter
Die
Gesellschaft beschäftigt durchschnittlich 24 Angestellte. Weiterhin wurden 57
Angestellte von der Stadtwerke Essen AG, 30 Angestellte von der Essener
Verkehrs-AG und 3 Angestellte von der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH
gestellt.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
(wesentliche
Beteiligungen)
| Unternehmen | Mittelbare | Anteile | Eigenkapital | Ergebnis des |
| Beteiligung | am Kapital | am 31.12.2010 | Geschäftsjahres | |
| über Nr. | in % | T€ | T€ | |
| 1. Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft, Essen | 92,31 | 167.933 | -31.481 | |
| Ergebnisabführungsvertrag mit EVV | Verlustausgleich | |||
| 2. Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft, Essen | 51,00 | 117.257 | 21.200 | |
| Ergebnisabführungsvertrag mit EVV | Gewinnabführung | |||
| 3. Entwässerung Essen GmbH (EEG), Essen | 2. | 100,00 | 179.818 | 12.059 |
| Ergebnisabführungsvertrag mit SWE | Gewinnabführung | |||
| 4. Allbau AG, Essen | 81,778 | 106.945 | 23.435 | |
| 5. Allbau Managementgesellschaft mbH, Essen | 4. | 100,00 | 1.034 | 491 |
| Ergebnisabführungsvertrag mit Allbau AG | Gewinnabführung | |||
| 6. Weisse Flotte Baldeney-GmbH, Essen | 100,00 | 25 | 81 | |
| Ergebnisabführungsvertrag mit EVV | Gewinnabführung | |||
| 7. RGE Servicegesellschaft Essen mbH, Essen | 100,00 | 1.800 | 1.228 | |
| Ergebnisabführungsvertrag mit EVV | Gewinnabführung | |||
| 8. Entsorgungsbetriebe Essen GmbH, Essen | 51,00 | 15.960 | 4.219 | |
| 9. EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB), Essen | 100,00 | 1.815 | 120 | |
| Ergebnisabführungsvertrag mit EVV | Gewinnabführung | |||
| 10. essen.net GmbH, Essen | 50,00 | 659 | -341 | |
| 11. Altstadt-Baugesellschaft mbh & Co. KG, Essen | 5. | 94,00 | 3.303 | 2.254 |
| 12. Stadtbahn-Betriebsführungsgesellschaft Ruhr mit | 1. | 50,00 | 65 | 2 |
| beschränkter Haftung (SBG-Ruhr), Essen | ||||
| (in Liquidation seit Dezember 2010) | ||||
| 13. GbR Bredeneyer Tor in Essen | 1. | 50,00 | 16.743 | 603 |
| --Bürohaus Alfredstraße--, Essen | ||||
| 14. Otto Lingner Verkehrs GmbH, Bochum | 1. | 50,00 | 272 | 75 |
| 15. Via Verkehrsgesellschaft GmbH, Essen | 1. | 49,00 | 56 | -44 |
| 16. PTS GmbH, Essen | 7. | 18,00 | 347 | 682 |
| 17. Wassergewinnung Essen GmbH, Essen | 2. | 50,00 | 2.218 | 242 |
| 18. Infralogistik ruhr GmbH, Essen | 2. | 49,00 | 246 | 79 |
| 19. rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienst- | 2. | 50,00 | 873 | 208 |
| leistungen mbH, Duisburg | ||||
| 20. Abellio LuxCo 1 SARL, Luxemburg (Werte aus 2009) | 12,36 | -25.058 | -2.338 | |
| Unternehmen | Mittelbare | Anteile | Eigenkapital | Ergebnis des |
| Beteiligung | am Kapital | am 31.12.2010 | Geschäftsjahres | |
| über Nr. | in % | T€ | T€ | |
| 21. TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH, Wuppertal | 35,81 | 34 | 2 | |
| 22. akuras GmbH, Essen | 7. | 50,00 | 25 | -1 |
| Gründung 29.11.10, Geschäftsbetrieb ab 01.01.2011 | ||||
| 23. Kom9 GmbH & Co. KG, Freiburg in Breisgau | 5,2 | 769.823 | 423 | |
| 24. ZukunftsZentrumZollverein AG zur Förderung von | 26,19 | 676 | 30 | |
| Existenzgründungen-Triple Z-, Essen (Werte aus 2009) | 4. | 2,38 | ||
| 25. Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG, | 12,50 | 2.532 | 953 | |
| Essen (Werte aus 2009) | ||||
| 26. Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen | ||||
| GmbH, Essen (Werte aus 2009) | 12,00 | 42 | 3 | |
| 27. VEKS-Verwertung und Entsorgung Karnap-Städte | 8. | 24,68 | 808 | 255 |
| Holding GmbH, Essen | ||||
| 28. RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH, | 3,88 | 1.709.650 | 323.922 | |
| Dortmund (Werte zum 31.07.2010) | 1. | 10,90 | ||
| 29. Kommunale Gasspeichergesellschaft EPE | 2. | 25,00 | 32.928 | -280 |
| mbH & Co.KG, Gronau-Epe (KGE) | ||||
| 30. Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft | 2. | 25,00 | 29 | 1 |
| EPE mbH, Gronau-Epe (KGBE) | ||||
| 31. enuvo -rhein ruhr partner für Gesellschaft für | 2. | 50,00 | 26 | 1 |
| Erneuerbare Energien, Essen | ||||
| 32. Verband der komunalen RWE - Aktionäre GmbH, | 1,56 | 685 | -396 | |
| Essen (Werte zum 30.06.10) | ||||
| 33. Zebra, Gesellschaft für Baumanagement mbH, Essen | 5. | 25,88 | 28 | 70 |
Essen, 1. Juli 2011
Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)
Dr. Görgens
Dr. Zierold
Bückemeyer
Kunze
Miklikowski
Wieschenkämper
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| Stand | Zugänge | Abgänge | Stand | |
| 1.1.2010 | 31.12.2010 | |||
| € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche | ||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | 408.139,86 | 1.235.033,45 | 0,00 | 1.643.173,31 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- | ||||
| und Geschäftsausstattung | 1.419.320,41 | 3.034.496,44 | 0,00 | 4.453.816,85 |
| 2. Anlagen im Bau | 140.365,04 | 92.058,12 | 0,00 | 232.423,16 |
| 1.559.685,45 | 3.126.554,56 | 0,00 | 4.686.240,01 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 489.644.248,53 | 0,00 | 0,00 | 489.644.248,53 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | ||||
| Unternehmen | 200.543.653,61 | 0,00 | 41.413,96 | 200.502.239,65 |
| 3. Beteiligungen | 42.224.765,60 | 500.000,00 | 0,00 | 42.724.765,60 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit | ||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 99.966.535,53 | 250.472,22 | 0,00 | 100.217.007,75 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 11.152.051,17 | 0,00 | 0,00 | 11.152.051,17 |
| 843.531.254,44 | 750.472,22 | 41.413,96 | 844.240.312,70 | |
| 845.499.079,75 | 5.112.060,23 | 41.413,96 | 850.569.726,02 | |
| Abschreibungen | Buchwerte | ||||
| Stand | Zugänge | Stand | Stand | Stand | |
| 1.1.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| € | € | € | € | € | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene gewerbliche | |||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | 212.409,32 | 161.585,00 | 373.994,32 | 1.269.178,99 | 195.730,54 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- | |||||
| und Geschäftsausstattung | 141.910,91 | 559.033,00 | 700.943,91 | 3.752.872,94 | 1.277.409,50 |
| 2. Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 232.423,16 | 140.365,04 |
| 141.910,91 | 559.033,00 | 700.943,91 | 3.985.296,10 | 1.417.774,54 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 489.644.248,53 | 489.644.248,53 |
| 2. Ausleihungen an verbundene | |||||
| Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 200.502.239,65 | 200.543.653,61 |
| 3. Beteiligungen | 2.101.499,00 | 0,00 | 2.101.499,00 | 40.623.266,60 | 40.123.266,60 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit | |||||
| denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 100.217.007,75 | 99.966.535,53 |
| 5. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 11.152.051,17 | 11.152.051,17 |
| 2.101.499,00 | 0,00 | 2.101.499,00 | 842.138.813,70 | 841.429.755,44 | |
| 2.455.819,23 | 720.618,00 | 3.176.437,23 | 847.393.288,79 | 843.043.260,52 | |
1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf
Entwicklung der
Gesellschaft
Im Gegensatz zu den umfangreichen Veränderungen der
letzten Jahre blieb das Beteiligungsportfolio der EVV nahezu unverändert.
Die EVV hat sich mit 50 % oder 0,5 Mio. € am Stammkapital der essen.net
GmbH beteiligt. Gegenstand des Unternehmens ist der Auf- und Ausbau sowie
Betrieb und Vermietung von Breitbandkabelnetzen einschließlich des
Kundenhausanschlusses bis in das Gebäude des Kunden. Im Geschäftsjahr 2010 hat
die Gesellschaft ausschließlich Investitionen in das Breitbandkabelnetz im
Stadtteil Essen-Frohnhausen getätigt. Mit den Investitionen trägt die essen.net
GmbH zum Aufbau einer modernen städtischen Infrastruktur und damit zu einem
nicht zu verachtenden Standortvorteil bei.
Der konsequente Ausbau der EVV
zur Managementholding wurde durch die Konzentration der Mitarbeiter im
Verwaltungsgebäude an der Rüttenscheider Straße 26 vorläufig
abgeschlossen.
Neben der Vermarktung von freien Veraschungskapazitäten im
Müllheizkraftwerk Karnap trat zum 01.01.2010 die Aufnahme des Stromhandels mit
der Stadt Essen und anderen stadtnahen Gesellschaften als weitere operative
Tätigkeit der EVV hinzu. Das dazu erforderliche Know-how wird von der Stadtwerke
Essen AG als Dienstleister
eingebracht.
Geschäftsentwicklung
Die Umsatzerlöse
stiegen insgesamt von 16,1 Mio. € auf 28,2 Mio. €. Ursache hierfür war die zum
01.01.2010 vollzogene Aufnahme des Stromhandels mit der Stadt Essen. Die
Umsatzerlöse aus dem Stromhandel beliefen sich auf 11,2 Mio. €. Nach Abzug der
Stromsteuer von 1,6 Mio. € verbleibt ein Umsatz von 9,6 Mio. €. Den
Umsatzerlösen stehen entsprechend von 8,2 Mio. € auf 18,5 Mio. € gestiegene
Materialaufwendungen gegenüber. Durch die verminderte Inanspruchnahme von
IT-Dienstleistungen ist bei den sonstigen Aufwendungen ein Rückgang von 0,6 Mio.
€ auf 8,7 Mio. € zu verzeichnen.
Die Umsätze aus der Vermarktung von
freien Veraschungskapazitäten im Müllheizkraftwerk Karnap lagen 2010 mit 2,3
Mio. € auf Vorjahresniveau. Die Aufwendungen erhöhten sich jedoch von 1,4 Mio. €
auf 1,7 Mio. €, so dass sich der Deckungsbeitrag um 0,3 Mio. € auf 0,6 Mio. €
verringerte.
Die Verlustübernahme für Tochtergesellschaften belief sich
2010 auf 31,5 Mio. €. Der Vorjahreswert (29,8 Mio. €) wurde überschritten,
jedoch der Ansatz des Wirtschaftsplanes (32,4 Mio. €) unterschritten.Fehlbeträge
ergaben sich bei der Essener Verkehrs-AG (EVAG).
Von der Stadtwerke Essen
AG (SWE) konnte mit 21,2 Mio. € (im Vorjahr 18,5 Mio. €) wieder ein erheblicher
Ertrag aus dem Gewinnabführungsvertrag vereinnahmt werden. Das Ergebnis der SWE
ermöglicht ebenfalls die Zahlung von Konzessionsabgaben an die Stadt Essen. Hier
wurde mit 14,5 Mio. € erneut die maximale Höhe an die Stadt Essen abgeführt und
damit ein weiterer erheblicher Beitrag für den städtischen Haushalt geleistet.
Von der RGE wurden Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von 1,2 Mio. € erzielt
(im Vorjahr 0.9 Mio. €).
Die Dividendenerträge aus RWE Aktien, die
mittelbar über die Beteiligungen an der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH
& Co KG (RWEB) und die RW Holding AG erzielt werden, haben sich insgesamt
gegenüber dem Vorjahr von 29,9 Mio. € auf 23,4 Mio. € reduziert. Ursache ist die
von 4,50 € auf 3,50 € je RWE-Aktie gesenkte Dividende.
Die Erträge aus
Beteiligungen stiegen gegenüber dem Vorjahr nochmals um 0,9 Mio. € an. Der
erneute Anstieg ist im Wesentlichen durch die Dividendensteigerung der Allbau AG
um 1,2 Mio. € auf 16,8 Mio. € hervorgerufen. Außerdem werden hier erstmals
Erträge aus der Ausschüttung der Kom9 GmbH & Co. KG in Höhe von 3,5 Mio. €
ausgewiesen. Dem steht eine um 0,5 Mio. € rückläufige Gewinnausschüttung der
Entsorgungsbetriebe Essen GmbH entgegen. Weiterhin wurde das
Beteiligungsergebnis durch die oben genannte verminderte Gewinnausschüttung der
RWEB belastet.
Im Geschäftsjahr 2010 wurde ein Jahresüberschuss von 19,6
Mio. € erwirtschaftet. Im Vorjahr wurde mit 21,5 Mio. € ein um 1,9 Mio. €
höherer Überschuss erzielt. Die Hauptursache für das verminderte Jahresergebnis
liegt in der Dividendensenkung durch RWE. Die daraus resultierenden
Ertragsausfälle konnten trotz aller Anstrengungen der Beteiligungsgesellschaft
nicht vollständig ausgeglichen werden.
Nach den Vorgaben der
Alleingesellschafterin Stadt Essen wird für 2011 eine Ausschüttung von 21,0 Mio.
€ erwartet. Daher ist der Jahresüberschuss von 19,6 Mio. € um eine Entnahme aus
den Gewinnrücklagen von 1,4 Mio. € aufzustocken.
Vermögens- und
Finanzlage
Die Bilanzsumme zeigt zum 31. Dezember 2010 mit 933,9 Mio.
€ einen Anstieg von 15,4 Mio. € auf, der aus Investitionen von 4,3 Mio. € in das
Sachanlagevermögen sowie um 11,1 Mio. € gestiegenem Umlaufvermögen resultiert.
Während die Guthaben bei Kreditinstituten, teilweise bedingt durch die
Beteiligung am Cash Pooling mit der Stadt Essen, rückläufig sind, ist bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegen die Gesellschafterin auf
Grund des zum 01.01.2010 begonnenen Stromhandels ein Zuwachs zu verzeichnen.
Ebenso sind die sonstigen Vermögensgegenstände, die im Wesentlichen
Steuererstattungen enthalten, um 9,3 Mio. € gestiegen.
Die Finanzanlagen
bilden mit 90,2 % (i. Vj. 91,6 %) nach wie vor den wesentlichen Teil der
Bilanzsumme.
Die Eigenkapitalquote blieb mit 36,4 % (Vj. 37,0 %)
gegenüber dem Vorjahr fast unverändert.
Die Veränderung des
Finanzmittelbestandes und die dafür wesentlichen Mittelbewegungen ergeben sich
aus der folgenden vereinfachten Kapitalflussrechnung:
| 2010 | 2009 | |
| T€ | T€ | |
| Jahresergebnis | 19.606 | 21.467 |
| Abschreibungen | 721 | 214 |
| Verluste aus Anlagenabgängen | 0 | -480 |
| Veränderung von Rückstellungen | -56 | -5 |
| Veränderung von Forderungen, sonst. | ||
| Vermögensgegenständen und RAP | -14.537 | -15.573 |
| Veränderung kurzfristiger Verbindlichkeiten | 9.314 | 3.757 |
| Cash Flow aus lfd. Geschäftstätigkeit | 15.048 | 9.380 |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 42 | 519 |
| Investitionen | -5.112 | -41.892 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -5.070 | -41.373 |
| Gewinnausschüttung | -20.000 | 0 |
| Kapitalzuführungen | 533 | 500 |
| Tilgung/Aufnahme von Darlehen | -6.045 | 34.973 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -25.512 | 35.473 |
| Zahlungswirksame Veränderung des | ||
| Finanzmittelfonds | -15.534 | 3.480 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 3.489 | 9 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | -12.045 | 3.489 |
Unter Berücksichtigung eines positiven Cash Flows operativer
Geschäftstätigkeit i. H. v. 15,1 Mio. € und negativen Cash Flows aus
Investitionstätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit i. H. v. 25,5 Mio. €
ergab sich ein Liquiditätsbedarf, der über das Cash Pooling der Stadt Essen i.
H. v. 12 Mio. € ausgeglichen wurde.
2. Risiken und Chancen der
zukünftigen Entwicklung sowie Prognosebericht
Wegen der angespannten
Haushaltssituation der Stadt Essen ergibt sich 2011 und in den folgenden Jahren
für die EVV verstärkt die Aufgabe, durch entsprechende Jahresergebnisse zur
Konsolidierung der städtischen Finanzen beizutragen. Für 2011 erwartet die Stadt
Essen wiederum eine Ausschüttung der EVV von 21,0 Mio. €, die sich aus dem
geplanten Jahresüberschuss der EVV von 16,0 Mio. € und direkten Zinszahlungen
von 5,0 Mio. € zusammensetzt. Als Folge der voraussichtlich sinkenden
RWE-Dividende weichen die Vorgaben der Stadt Essen ab 2012 von der Planung der
Gesellschaft ab.
Darüber hinaus muss die EVV die Tilgung der
Darlehensverbindlichkeiten erwirtschaften. Die Mehrzahl der Darlehen ist 1999
aufgenommen worden, um den Kauf der Allbau Aktien von der Stadt Essen zu
finanzieren. Kapitaleinlagen zur Finanzierung der Tilgungen sind in den Haushalt
der Stadt Essen nicht mehr eingestellt. Mangels eigener Innenfinanzierungskraft
ist die EVV darauf angewiesen, die für die Tilgung erforderlichen liquiden
Mittel selbst zu erwirtschaften und aus den Jahresüberschüssen den
Gewinnrücklagen zuzuführen, was in 2010 nicht gelungen ist.
Risiken der
zukünftigen Entwicklung ergeben sich für die EVV im Wesentlichen aus den Risiken
der Tochterunternehmen. Insbesondere sind Risiken in der dauerhaften
Verlustsituation der Essener Verkehrs-AG zu sehen. Die Tochterunternehmen haben
auf Weisung der EVV Risikofrüherkennungssysteme implementiert und berichten
regelmäßig in den Sitzungen der EVV-Geschäftsführung.
Bisher bestand für
die EVV in Abstimmung mit der Finanzverwaltung die Möglichkeit, die Gewinne der
Stadtwerke Essen AG, die auch Gewinne aus der Abwasserentsorgung enthalten, mit
Verlusten der EVAG zu verrechnen, obwohl die Abwasserentsorgung keine
Versorgungstätigkeit darstellt. Hierdurch konnten erhebliche Steuerersparnisse
erzielt werden. Mit dem Jahressteuergesetz 2009 sind zum 1. Januar 2009 neue
Regelungen zum steuerlichen Querverbund in Kraft getreten. Nach diesen
Regelungen ist eine Verrechnung der Verkehrsverluste mit den Gewinnen aus der
Entwässerung nicht mehr möglich. Der Wortlaut der im Körperschaftsteuergesetz
enthaltenen Übergangsregelung sowie das BMF-Schreiben vom 12. November 2009 zur
Anwendung des Jahressteuergesetzes 2009 sprechen gegen eine weitere Anwendung
der mit der Finanzverwaltung bisher bestehenden Kompromisslösung ab dem Jahr
2009.
Wir sind jedoch der Auffassung, dass durch Gespräche mit der
Finanzverwaltung die bisher bestehende Kompromisslösung vorerst weiter
fortgeführt werden kann. Es besteht jedoch das Risiko, dass sich die
Finanzverwaltung nicht der Auffassung der Gesellschaft anschließt. Das sich
hieraus ergebende Risiko wird für 2009 auf ca. 5,0 Mio. € und für 2010 auf ca.
5,3 Mio. € geschätzt.
3. Bericht über die Einhaltung der
öffentlichen Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 2 Nr. 2 Gemeindeordnung
NW
Unternehmensgegenstand der Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) ist die Versorgung der Einwohner mit Energie und
Wasser, die Beförderung von Personen mit den verschiedenen Verkehrsmitteln des
öffentlichen Personennahverkehrs, der Betrieb des städtischen Hafens, die
Abwasserentsorgung, die Wohnungsbewirtschaftung sowie die Telekommunikation. Die
Gesellschaft bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben ihrer
Tochtergesellschaften. Aus der Definition des Gesellschaftszweckes im § 3 Abs. 1
des Gesellschaftsvertrages ergibt sich die mittelbare Ausrichtung der
Gesellschaft auf das Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen SWE, das
Verkehrsunternehmen EVAG, das Wohnungsunternehmen Allbau AG und die
Telekommunikations-Gesellschaft Versatel. Durch die mittelbare wirtschaftliche
Betätigung über die Tochterunternehmen wird die öffentliche Zwecksetzung der
Gesellschaft erfüllt und der öffentliche Zweck erreicht.
4.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des
Geschäftsjahres
Die TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH, an der die
EVV einen Anteil von 36 % hält, ist Gesellschafterin der Vienna I S.a.r.l,
Luxemburg, die wiederum Gesellschafterin von Vienna II S.a.r.l ist. Diese
Gesellschaft hält ihrerseits Aktien der Versatel AG, die das Interesse eines
Finanzinvestors gefunden haben. Sollte die Transaktion in 2011 erfolgreich
durchgeführt werden, wird ein Veräußerungsüberschuss von rd. 3,2 Mio. €
erwartet, der bislang noch nicht in der Planung berücksichtigt wurde.
Mit
Wirkung zum 4. Januar 2011 sind die von der Sparkasse Essen, Essen, gehaltenen
130.000 Stückaktien der RW Holding AG, Düsseldorf, zu einem Kaufpreis von 5,8
Mio. € an die EVV übertragen worden.
Mit Vertrag vom 30. Juni 2010 wurden
die Darlehensbeziehungen zwischen der Stadt Essen (Darlehensgeber) und der EVV
sowie zwischen der EVV (Darlehensgeber) und der EEG in Höhe von jeweils 199,7
Mio. € zum 31. Dezember 2010 gekündigt. Mit selbigem Vertrag hat die Stadt Essen
mit Wirkung zum 1. Januar 2011 die Darlehensvaluta im Wege der Abtretung
tilgungsfrei um weitere 10 Jahre direkt mit der EEG
prolongiert.
5. Ausblick für die Geschäftsjahre 2011 und 2012
sowie Nachtragsbericht
Der Wirtschaftsplan für den Zeitraum 2011 bis
2015 weist für 2011 einen geplanten Jahresüberschuss von 16,0 Mio. € und für
2012 einen von 8,4 Mio. € aus. Im weiteren Verlauf wird von weitestgehend
konstanten Jahresüberschüssen ausgegangen. Grundlegende Prämisse für die
geplanten Ergebnisse sind die Erträge aus Beteiligungen und aus den Wertpapieren
des Anlagevermögens. Beide Posten werden maßgeblich von der Höhe der
RWE-Dividende bestimmt.
Im Wirtschaftsplan 2011 wurden die ursprünglich
geplanten Dividendenzahlungen der RWE AG deutlich reduziert. Für 2011 wurde eine
Dividende von 3,50 € je Aktie unterstellt, für 2012 eine von 3,30 €.
In
2011 hat die RWE AG in Übereinstimmung mit der Planung eine Dividende von 3,50 €
je Aktie ausgeschüttet. Für die folgenden Jahre erwartet die Mehrzahl der
Analysten weiter sinkende Dividenden. Es ist davon auszugehen, dass die
Jahresüberschüsse spätestens ab 2012 die Planwerte der aktuellen mittelfristigen
Finanzplanung nicht erreichen werden.
Essen, 1. Juli 2011
Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)
Dr. Görgens
Dr. Zierold
Bückemeyer
Kunze
Miklikowski
Wieschenkämper
Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), Essen,
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir
haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu
planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die
Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die
Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der
Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der
Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine
hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere
Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf
Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss
den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des
Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), Essen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Essen, den 1. Juli 2011
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gaeb
Wirtschaftsprüfer
Lämmer
Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2010 in mehreren
Sitzungen von den Geschäftsführern über den Geschäftsverlauf unterrichten
lassen. Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Entscheidungen von
grundsätzlicher Bedeutung waren Gegenstand einge-hender Beratungen.
Der
Jahresabschluss der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) und
der Konzernabschluss sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2010 sind von der KPMG AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen,
geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) und den Lagebericht geprüft und gebilligt. Er
empfiehlt der Gesellschafterversamm-lung, den Jahresabschluss in der
vorliegenden Form festzustellen. Dem Vorschlag der Ge-schäftsführung über die
Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Den
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und den Bericht der Abschlussprüfer hat
der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.
Für die erfolgreiche Arbeit im
Geschäftsjahr 2010 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung und allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern seinen Dank aus.
Essen, im Juli 2011
Der Aufsichtsrat
Reinhard Paß
Vorsitzender
Die Gesellschafterversammlung der Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) hat am 20. Juli 2011 den Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2010 festgestellt. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2010 in
Höhe von 19.606.216,14 € wird durch die Entnahme aus den Gewinnrücklagen von
1.393.783,86 € aufgestockt, so dass der Bilanzge-winn von 21.000.000,00 € an die
alleinige Gesellschafterin Stadt Essen ausgeschüttet
wird.
Jahresabschluss und Lagebericht liegen bis zur Feststellung des
folgenden Jahresabschlus-ses während der Geschäftszeiten am Empfang der
Hauptverwaltung der Stadtwerke Essen AG, Rüttenscheider Str. 27 – 37, 45128
Essen, zur Einsichtnahme aus.