Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Essen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008
und Lagebericht 2008

Lagebericht

1. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesellschaft

Zum 01.01.2008 wurde die EVV-Beteiligungsgesellschaft mbH (EVVB) auf die EVV verschmolzen. Dadurch ist ein Verschmelzungsverlust von 26,7 Mio. € angefallen. Die Verschmelzung führte zu einem Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen um 263,5 Mio. €, weil die Anteile an der Allbau AG zum Buchwert von 314,4 Mio. € übernommen wurden, dem lediglich ein Abgang an Anteilen der EVVB von 51,0 Mio. € gegenüberstand. Durch die Übernahme der seinerzeit zur Finanzierung des Erwerbes der Allbau AG aufgenommenen Darlehen erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 303,9 Mio. €. Die Verschmelzung war die maßgebliche Ursache für das Anwachsen der Bilanzsumme von 587,2 Mio. € auf 857,9 Mio. €.

Im Dezember 2008 hat die Abellio LuxCo 2 S.a.r.l., Luxemburg, ihre Beteiligung an der Abellio GmbH, Essen, an die niederländische Eisenbahngesellschaft Nedrailways verkauft. Die EVV war über ihre Beteiligung an der Abellio LuxCo 1 S.a.r.l., Luxemburg, mit 12,36 % mittelbar an der Abellio GmbH beteiligt. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass der von der Abellio LuxCo 2 S.a.r.l. erzielte Verkaufserlös lediglich ausreicht, um die Kosten der Veräußerung und der Abwicklung der Gesellschaften zu decken. Der Buchwert der Beteiligung musste deshalb in voller Höhe von 2,1 Mio. € wertberichtigt werden.

Die Beteiligung an der VVE Versicherung-Service-GmbH, Essen wurde 2008 veräußert. Es ergab sich ein Buchverlust von 0,2 Mio. €.

Mit Wirkung vom 1.1.2008 wurde ein Ergebnisabführungsvertrag mit der EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB), Essen, geschlossen.

Die Finanzanlagen bilden mit 93,4 % (i. Vj. 91,8 %) nach wie vor den wesentlichen Teil der Bilanzsumme. Die Bilanzsumme verzeichnete einen starken Anstieg von 587,2 Mio. € auf 857,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote sank durch die Bilanzverlängerung und den Jahresfehlbetrag deutlich auf nunmehr 37,1 % (i. Vj. 59,9 %).

Der konsequente Ausbau der EVV zur Managementholding wurde auch 2008 fortgeführt. Nachdem die zentralen Unternehmensbereiche Recht und Revision ihre Aufgaben für alle Unternehmen im Konzern bereits seit 2006 wahrnehmen, konnte die Einrichtung der Zentralabteilung für Informationstechnologie erfolgreich abgeschlossen werden. Dieser Bereich hat den Betrieb 2008 aufgenommen. Die Bildung weiterer Zentraleinheiten in den Bereichen Finanzen und Controlling wurde 2008 vorbereitet. Die Inbetriebnahme ist für die nächsten Jahre vorgesehen.

Geschäftsentwicklung

Die Vermarktung von freien Veraschungskapazitäten im Müllheizkraftwerk Karnap wurde 2008 weiter ausgebaut und führte zu Umsatzerlösen von 5,1 Mio. € (im Vorjahr 3,3 Mio. €). Allerdings erhöhten sich die Aufwendungen für die Müllveraschung überproportional von 1,8 Mio. € auf 4,6 Mio. €, so dass sich der Deckungsbeitrag aus diesem Geschäftsfeld auf 0,5 Mio. € reduzierte. Hauptursache für den Kostenanstieg waren höhere Gebühren der Stadt Essen für die Nutzung des Müllheizkraftwerkes sowie Nachberechnungen für Vorjahre der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH. Für die nächsten Jahre sind weiterhin konstante Absatzmengen auf dem erreichten hohen Niveau, allerdings auch sinkende Preise zu erwarten.

Die Verlustübernahme für Tochtergesellschaften belief sich 2008 auf 37,0 Mio. € und war damit weiter rückläufig. Der Vorjahreswert (43,0 Mio. €) als auch der Planansatz des Wirtschaftsplanes (52,0 Mio. €) wurden unterschritten. Hauptursache für den Rückgang war die Verschmelzung der EVV Beteiligungsgesellschaft mbH. Fehlbeträge ergaben sich bei der EVAG, der Weisse Flotte Baldeney-GmbH und der EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB).

Von der Stadtwerke Essen AG (SWE) konnte mit 18,9 Mio. € wieder eine erheblicher Ertrag aus dem Gewinnabführungsvertrag vereinnahmt werden. Die Steigerung des Ergebnises führt darüber hinaus zu Ansprüchen aus dem beim Teilverkauf 1997 vereinbarten Besserungsschein von rd. 0,5 Mio. €. Das Ergebnis der SWE ermöglicht ebenfalls die Zahlung von Konzessionsabgaben an die Stadt Essen. Hier wurde mit 14,3 Mio. € erneut die maximale Höhe an die Stadt Essen abgeführt und damit ein weiterer erheblicher Beitrag für den städtischen Haushalt geleistet. Von der RGE wurden Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von 1,5 Mio. € erzielt.

Die Erträge aus Beteiligungen stiegen gegenüber dem Vorjahr nochmals an, obwohl im Vorjahr der Börsengang der Versatel AG einen Sondereffekt bewirkt hatte, auf Grund dessen 9,5 Mio. € erzielt wurden. Der erneute Anstieg ist im Wesentlichen durch die Umgliederung des Aktienbestandes im Vorjahr hervorgerufen. Die EVV hatte sich an der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG (RWEB) beteiligt und alle 3,4 Mio. Stck. RWE- Stammaktien im Wege der unentgeltlichen Wertpapierleihe an die RWEB übertragen. Deshalb werden die Erträge nicht mehr als Erträge aus Wertpapieren, sondern als Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen. Die Entsorgungsbetriebe Essen GmbH reduzierten ihre Ausschüttung von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 2,4 Mio. €. Erstmals wurde von der EVV eine Dividende der Allbau AG in Höhe von 2,6 Mio. € vereinnahmt.

Die Dividendenerträge aus RWE Aktien, die mittelbar über die Beteiligungen an der RWEB und die RW Holding AG erzielt werden, haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr von 23,5 Mio. € auf 21,0 Mio. € reduziert. Im Vorjahr hatte die RWE AG auf Grund eines Sondereffektes aus dem Verkauf der Beteiligung an Thames Water in England ihre Dividende von 1,75 € je Aktie auf 3,50 € je Aktie erhöht. Entgegen der Erwartung wurde in 2008 lediglich 3,15 € je Aktie ausgeschüttet.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde ein Jahresfehlbetrag von 36,0 Mio. € erwirtschaftet. Die Höhe des Fehlbetrages wurde von dem Verschmelzungsverlust aus der Verschmelzung der EVVBG in Höhe von 26,7 Mio. € maßgeblich beeinflusst. Da der Verschmelzungsverlust zu keinem Mittelabfluss geführt hat, ist in dieser Höhe keine Zuführung aus dem Haushalt der Stadt Essen erforderlich. Zur Abdeckung des restlichen Fehlbetrages stehen ausreichende Mittel aus den gezahlten Abschlägen auf den Verlustausgleich und aus dem vorgetragenen Bilanzgewinn aus 2007 zur Verfügung. In 2008 reichten die liquiden Mittel, die von der EVVBG übernommen wurden, außerdem aus, um die laufenden Tilgungen der Darlehen zu finanzieren.

Die Veränderung des Finanzmittelbestandes und die dafür wesentlichen Mittelbewegungen ergeben sich aus der folgenden vereinfachten Kapitalflussrechnung:

2008 2007
T€ T€
Jahresergebnis -36.008 6.790
Verschmelzungsverlust 26.720 2.880
Abschreibungen 2.143 18
Verluste aus Anlagenabgängen 215 -
Veränderung von Rückstellungen 436 -4.382
Veränderung von Forderungen, sonst.
Vermögensgegenständen und RAP -7.625 10.293
Veränderung kurzfristiger Verbindlichkeiten 7.695 7.434
Cash Flow aus ltd. Geschäftstätigkeit -6.424 23.033
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 540 124
Investitionen -1.469 -16.001
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -929 -15.877
Kapitalzuführungen 2.655 149
Tilgung von Darlehen -2.428 -150
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 227 -1
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelfonds -7.126 7.155
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 981 -6.174
Korrektur aus Verschmelzung der EVVBG 6.154 -
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 9 981

 

2. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung sowie Prognosebericht

Wegen der angespannten Haushaltssituation der Stadt Essen ergibt sich 2009 und in den folgenden Jahren für die EVV verstärkt die Aufgabe, durch verbesserte Jahresergebnisse zur Konsolidierung der städtischen Finanzen beizutragen.

Risiken der zukünftigen Entwicklung ergeben sich für die EVV im Wesentlichen aus den Risiken der Tochterunternehmen. Insbesondere sind Risiken in der dauerhaften Verlustsituation der Essener Verkehrs-AG und der Weisse Flotte Baldeney GmbH zu sehen. Die Tochterunternehmen haben auf Weisung der EVV Risikofrüherkennungssysteme implementiert und berichten regelmäßig in den Sitzungen der EVV-Geschäftsführung.

Die EVV ist auch in den nächsten Jahren auf die Abdeckung ihres Liquiditätsbedarfes zur Tilgung von Darlehen auf die Unterstützung durch die alleinige Gesellschafterin Stadt Essen angewiesen. Die Darlehen sind 1999 aufgenommen worden, um den Kauf der Allbau Aktien von der Stadt Essen zu finanzieren. Die mittelfristige Finanzplanung sieht für 2009 und die folgenden Jahre eine vollständige Ausschüttung der Bilanzgewinne vor. Mangels eigener Innenfinanzierungskraft muss die Stadt Essen ab 2011 jährliche Kapitaleinlagen in Höhe der Darlehenstilgungen leisten. Im Haushaltsplan der Stadt sind entsprechende Zahlungen an die EVV berücksichtigt.

Als Maßnahme der Haushaltskonsolidierung wurden den Gesellschaften im EVV Konzern für die Geschäftsjahre ab 2006 jedoch aufgegeben, den angemeldeten Jahresfehlbetrag zu unterschreiten bzw. ihre Gewinnausschüttungen zu steigern. Damit sind die EVV und ihre Tochterunternehmen auch in der Zukunft gefordert, zusätzlich zu den ohnehin ergriffenen Maßnahmen, weitere Potentiale zur Verbesserung der Jahresergebnisse zu heben.

Die EVV hat im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag der Abellio Rail NRW GmbH das Restwertrisiko für 3 Personenzüge im Gesamtvolumen von 3.200 T€ übernommen. Danach ist die EVV verpflichtet, der Deutschen Verkehrsbank nach Ablauf der Laufzeit den Darlehensrestbetrag zu zahlen, falls Abellio Rail NRW GmbH die Züge nicht gegen Zahlung des Restbetrages übernimmt. Im Zuge der Veräußerung der Abellio GmbH wurde die EVV aus diesem Risiko befreit. Allerdings bestehen Meinungsverschiedenheiten mit dem Käufer über den Umfang der Befreiung.

3. Bericht über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gem. § 108 Abs. 2 Nr. 2 Gemeindeordnung NW

Unternehmensgegenstand der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) ist die Versorgung der Einwohner mit Energie und Wasser, die Beförderung von Personen mit den verschiedenen Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs, der Betrieb des städtischen Hafens, die Abwasserentsorgung, die Wohnungsbewirtschaftung sowie die Telekommunikation. Die Gesellschaft bedient sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben ihrer Tochtergesellschaften. Aus der Definition des Gesellschaftszweckes im § 3 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages ergibt sich die mittelbare Ausrichtung der Gesellschaft auf das Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen SWE, die Verkehrsunternehmen EVAG, Abellio und meoline, das Wohnungsunternehmen Allbau AG und die Telekommunikations-Gesellschaft Versatel. Durch die mittelbare wirtschaftliche Betätigung über die Tochterunternehmen wird die öffentliche Zwecksetzung der Gesellschaft erfüllt und der öffentliche Zweck erreicht.

4. Ausblick für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 sowie Nachtragsbericht

Der Wirtschaftsplan für den Zeitraum 2009 bis 2013 weist für 2009 einen geplanten Jahresüberschuss von 12,4 Mio. € und für 2010 einen von 14,2 Mio. € aus. Im weiteren Verlauf wird von moderat steigenden Jahresüberschüssen ausgegangen. Grundlegende Prämisse für die geplanten Ergebnisse sind die Erträge aus Beteiligungen und aus den Wertpapieren des Anlagevermögens. Beide Posten werden maßgeblich von der Höhe der RWE Dividende bestimmt. Im Wirtschaftsplan wurde eine unveränderte Dividende von 4 € je Aktie unterstellt.

In 2009 hat die RWE AG eine Dividende von 4,50 € je Aktie ausgeschüttet, so dass das geplante Jahresergebnis 2009 voraussichtlich überschritten werden wird. Für die folgenden Jahre erwartet die Mehrzahl der Analysten jedoch Dividenden unterhalb des geplanten Wertes von 4 €. Es ist davon auszugehen, dass die Jahresüberschüsse ab 2010 die Planwerte der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung nicht erreichen werden. Dennoch ist für den Planungszeitraum nicht von negativen Jahresergebnissen auszugehen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor.

 

Essen, 29. Mai 2009

Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Dr. Görgens

Dr. Zierold

Bückemeyer

Kunze

Miklikowski

Voß

Wieschenkämper

BILANZ

A K T I V A

    31.12.2008 Vorjahr
 
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   157.404,25 2.599,00
II. Andere Anlagen, Betriebs- und      
Geschäftsausstattung   88.013,56 1.016,00
III. Finanzanlagen   801.158.825,21 539.356.701,25
    801.404.243,02 539.360.316,25
B. Umlaufvermögen      
I. Forderungen und sonstige      
Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und      
Leistungen 497.955,97   621.405,59
2. Forderungen gegen verbundene      
Unternehmen 18.710.127,65   18.021.308,53
3. Forderungen gegen Gesell-      
schafterin 1.951.267,35   24.602,49
4. Forderungen gegen Unternehmen,      
mit denen ein Beteiligungsver-      
hältnis besteht 125.136,27   81.775,45
5. Sonstige Vermögens-      
gegenstände 35.194.465,16   28.089.234,23
    56.478.952,40 46.838.326,29
II. Guthaben bei Kreditinstituten   9.064,46 981.159,50
    56.488.016,86 47.819.485,79
C. Rechnungsabgrenzungsposten   4.755,05 4.529,57
    857.897.014,93 587.184.331,61

 

P A S S I V A

    31.12.2008 Vorjahr
 
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   66.200.000,00 66.200.000,00
II. Kapitalrücklage   281.266.313,34 278.612.220,25
III. Gewinnrücklagen   1.044.795,21 0,00
IV. Gewinnvortrag   5.745.260,16 0,00
V. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss   -36.008.675,97 6.790.055,37
    318.247.692,74 351.602.275,62
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 1.797.266,00   1.652.515,00
2. Steuerrückstellungen 892.000,00   562.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 110.288,00   137.395,00
    2.799.554,00 2.351.910,00
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber      
Kreditinstituten 304.038.088,68   2.544.311,28
2. Verbindlichkeiten aus      
Lieferungen und Leistungen 218.507,72   61.703,49
3. Verbindlichkeiten gegenüber      
verbundenen Unternehmen verbundenen Unternehmen 22.996.266,59   27.046.568,80
4. Verbindlichkeiten gegenüber      
Gesellschaftern Gesellschafterin 209.582.007,79   203.552.805,98
5. Sonstige Verbindlichkeiten 14.897,41   24.756,44
davon aus Steuern 14.897,41 €      
(Vorjahr 15.828,25 €)      
    536.849.768,19 233.230.145,99
    857.897.014,93 587.184.331,61

 

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

  2008 Vorjahr
1. Umsatzerlöse   7.045.445,09 5.122.870,58
2. Sonstige betriebliche Erträge   846.396,12 612.323,23
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 1.858,69   83.669,03
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.945.342,27   3.183.578,32
    5.947.200,96 3.267.247,35
4. Personalaufwand      
a) Gehälter 618.788,47   573.533,94
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen      
für Altersversorgung 352.269,48   449.996,69
davon für Altersversorgung 294.813,83 €   971.057,95 1.023.530,63
(im Vorjahr 416.647,03 €)      
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-      
gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   41.810,65 18.367,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   2.150.489,29 1.662.134,02
7. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags      
erhaltene Gewinne   20.486.153,78 19.649.507,26
8. Erträge aus Beteiligungen   15.761.712,62 13.818.041,75
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Aus-      
leihungen des Finanzanlagevermögens   14.751.366,42 28.066.725,61
davon aus verbundenen Unternehmen 4.564.812,72 €      
(im Vorjahr 4.572.123,21 €)      
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   822.789,73 972.477,90
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 €      
(im Vorjahr 104.915,68 €)      
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme   37.036.862,59 42.951.110,01
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen   2.101.499,00 0,00
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   20.304.697,24 5.019.473,69
davon an verbundene Unternehmen 0,00 €      
(im Vorjahr 18.312,54 €)      
davon an Gesellschafter 4.584.683,17 €      
(im Vorjahr 4.518.383,17 €)      
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -8.839.753,92 14.300.083,63
15. Außerordentliche Aufwendungen   26.719.862,15 2.880.183,47
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   19.256,44 4.493.440,24
17. Sonstige Steuern 575.285,86   269.509,83
An Tochterunternehmen weiterbelastete Steuern 145.482,40   133.105,28
    429.803,46 136.404,55
18. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss   -36.008.675,97 6.790.055,37

 

Anhang

I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und dem Gesellschaftsvertrag entsprechend unter Anwendung der Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzes für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung befinden sich grundsätzlich im Anhang.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

Bilanz

Das Anlagevermögen ist im Einzelnen in der „Entwicklung des Anlagevermögens“ dargestellt.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibung liegt die steuerlich anerkannte Nutzungsdauer zu Grunde. Anlagenzugänge werden linear monatsgenau abgeschrieben.

Seit 2008 werden geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelanschaffungspreis von 150,00 € bis 1.000,00 € in einen Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG eingestellt. Dieser Sammelposten wird im Geschäftsjahr seiner Bildung und den folgenden vier Geschäftsjahren zu je 20 % aufwandswirksam aufgelöst.

Die Finanzanlagen enthalten als Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, eine Forderung auf Rückübertragung von 3.448.955 Stück Stammaktien der RWE AG in Höhe von 99.966 T€. Die Aktien waren in 2006 als Wertpapiere des Anlagevermögens mit den Anschaffungskosten ausgewiesen und wurden im Wege der unentgeltlichen Wertpapierleihe an die RW Energie-Beteiligungs-gesellschaft mbH & Co KG (RWEB) ausgeliehen. Darüber hinaus enthalten die

Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen (489.344 T€; Vj. 224.826 T€), Ausleihungen an verbundene Unternehmen (200.583 T€; Vj. 200.704 T€), Beteiligungen (113 T€; Vj. 2.707 T€) und Wertpapiere des Anlagevermögens (11.152 T€; Vj. 11.152 T€).

Die Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zum Nennwert angesetzt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 31.12.2007 224.826 T€
Kapitaleinlagen EVAG, SWE, EVB 1.183 T€
Allbau AG (Zugang aus Verschmelzung) 314.430 T€
Abgang EVV Beteiligungsgesellschaft mbH 50.956 T€
Abgang Meoline GmbH 139 T€
Stand 31.12.2008 489.344 T€

 

Die Abgänge bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen die Tilgung eines Gesellschafterdarlehens an die Weisse Flotte Baldeney-GmbH.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden soweit möglich mit gleichartigen Verbindlichkeiten saldiert ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Gewinnabführungen und sonstige Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die Gewerbesteuervorauszahlungen 2008 und Nutzungsentgelte für Software.

Bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, handelt es sich um die Restgewinnforderung gegen die RW Energie Beteiligung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Forderungen in Höhe von 3.310 T€ haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer, Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und Umsatzsteuer von 35.191 T€.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Der Kapitalrücklage wurden 2.654 T€ von der Gesellschafterin zugeführt.

Die Gesamtverpflichtung für Pensionen wurde auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens unter Beachtung der handelsrechtlichen Bestimmungen und Anwendung der Richttafeln 2005 G bei einem Zinsfuß von 5,0 % ermittelt und beläuft sich auf 1.797 T€. Die Pensionsverpflichtung wurde im Geschäftsjahr 2008 um 145 T€ bis zur Höhe der Gesamtverpflichtung erhöht.

Die Steuerrückstellungen wurden entsprechend vernünftiger kaufmännische Beurteilung bewertet. Sie betreffen Umsatzsteuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken in angemessener Höhe. Diese beinhalten Kosten des Jahresabschlusses und IHK Beiträge.

Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert worden. Es bestehen

folgende Restlaufzeiten:

davon mit Restlaufzeit
31.12.2008 bis 1 Jahr über 5 Jahre
 
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 304.038.088,68 101.617.365,22 91.335.072,72
(Vorjahr) (2.544.311,28) (170.443,35) (1.687.626,80)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218.507,72 218.507,72 0,00
(Vorjahr) (61.703,49) (61.703,49) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.996.266,59 22.996.266,59 0,00
(Vorjahr) (27.046.568,80) (27.046.568,80) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 209.582.007,79 9.839.389,57 0,00
(Vorjahr) (203.552.805,98) (3.810.187,76) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 14.897,41 14.897,41 0,00
(Vorjahr) (24.756,44) (24.756,44) (0,00)
davon aus Steuern 14.897,41 € (Vorjahr 15.828,25 €)      
536.849.768,19 134.686.426,51 91.335.072,72
(Vorjahr) (233.230.145,99) (31.113.659,84) (1.687.626,80)

 

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch kommunale Ausfallbürgschaften gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Verlustausgleich und Steuern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin beinhalten im Wesentlichen ein von der Stadt Essen erhaltenes Darlehen zur Weiterleitung an die Entwässerung Essen GmbH (EEG) in Höhe von 199.743 T€ und Überzahlungen aus Verlustausgleich in

Höhe von 9.295 T€.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind die Lohn- und Kirchensteuer aus Dezember 2008 ausgewiesen.

Gewinn- und Verlustrechnung

Als Umsatzerlöse sind Erträge aus der Vermarktung von Veraschungsrechten im Müllheizkraftwerk Karnap sowie im Wesentlichen Erträge aus der Tätigkeit der Rechtsabteilung und der internen Revision für andere Konzerngesellschaften aufgeführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Verwaltungskostenumlage (460 T€) sowie Steuererstattungen (341 T€).

Im Materialaufwand sind bezogene Leistungen für die Müllveraschung und für Personalgestellung durch SWE und EVAG erfasst.

Die aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltenen Gewinne beinhalten die Gewinnabführungen von den Stadtwerke Essen AG (18.908 T€) und der RGE (1.578 T€).

Unter den Erträgen aus Beteiligungen sind die Ausschüttungen der Entsorgungsbetriebe Essen GmbH (2.409 T€), der Allbau AG (2.576 T€) und der RW Energie Beteiligungsgesellschaft mbH (10.777 T€) ausgewiesen.

Unter den Erträgen ausanderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens wurden die Dividendenausschüttungen der RW-Holding AG erfasst und Zinserträge aus Gesellschafterdarlehen an verbundene Unternehmen.

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus Gesellschafterdarlehen an Radio Essen, Zinserstattungen vom Finanzamt, Zinsen aus Tagegeldanlagen sowie die Erträge aus der Aufzinsung des Körperschaftsteuerminderungsguthabens.

Als Aufwendungen aus Verlustübernahme sind die Verlustausgleichzahlungen an die EVAG (36.231 T€), an die EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (593 T€) und an die Weisse Flotte Baldeney-GmbH (213 T€) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf die Abellio Lux Co1 S.a.r.l. in Höhe von 2.102 T€ vorgenommen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen mit 4.514 T€ die Zinsen für das von der Stadt Essen erhaltene Gesellschafterdarlehen sowie Darlehenszinsen in Höhe von 15.720 T€.

Die Außerordentlichen Aufwendungen beinhalten die Verluste, die durch Verschmelzung der EVV-Beteiligungsgesellschaft mbH auf die EVV entstanden sind.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen ausschließlich eine Nachzahlung von Körperschaftsteuer für 2006. Aufgrund des negativen Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit fallen keine in 2008 Ertragssteuern an.

Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuern.

Angaben zum Jahresergebnis

Die Aufwendungen überstiegen die Erträge um 36.008.675,97 €.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2008 von 36.008.675,97 € wie folgt auszugleichen:

5.745.260,16 € durch Verrechnung mit dem vorgetragenen Gewinn aus 2007

1.044.795,21 € durch Entnahme aus der Gewinnrücklagen

29.218.620,60 € durch Entnahme aus der Kapitalrücklage.

Die EVV hat insgesamt Überzahlungen aus Verlustausgleich von 9.295.241,55 € erhalten. Die Geschäftsführung schlägt der Stadt Essen vor, der EVV daraus eine Kapitaleinlage in Höhe von 300.000,00 € zu gewähren, die zweckbestimmt ist zur Weiterleitung an die RGE.

III. Ergänzende Angaben

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Sonstige, nicht in der Bilanz ausgewiesene Verpflichtungen

Die EVV hat im Zusammenhang mit einem Darlehensvertrag der Abellio Rail NRW GmbH das Restwertrisiko für 3 Personenzüge im Gesamtvolumen von 3.200 T€ übernommen. Danach ist die EVV verpflichtet, der Deutschen Verkehrsbank nach Ablauf der Laufzeit den Darlehensrestbetrag zu zahlen, falls Abellio Rail NRW GmbH die Züge nicht gegen Zahlung des Restbetrages übernimmt. Im Zuge der Veräußerung der Abellio GmbH wurde die EVV aus diesem Risiko befreit. Allerdings bestehen Meinungsverschiedenheiten mit dem Käufer über den Umfang der Befreiung.

Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Friedhelm Krause, Essen Sparkassenbetriebswirt a. D., Ratsherr
Vorsitzender
Wolfgang Müntjes, Essen Industrie- und Anlagenmechaniker
stellvertretender Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Thomas Altenbeck, Essen Betriebsratsvorsitzender der EBE
Arbeitnehmervertreter
Rolf Baertz, Herne Gewerkschaftssekretär ver.di
Arbeitnehmervertreter
Franz-Josef Britz, Essen Diplom-Ökonom, Ratsherr
Manfred Diehl, Essen KFZ-Mechaniker
Arbeitnehmervertreter
Jutta Eckenbach, Essen Hausfrau, Ratsfrau
Gerd Flocke, Essen Fachwirt für Reinigung und Hygiene
Arbeitnehmervertreter
Thomas Fresen, Essen Rechtsanwalt, Ratsherr
Dieter Hilser, Essen Diplom Volkswirt, MdL
Nils Hoffmann, Velbert Journalist
Arbeitnehmervertreter
Christian Hülsmann, Essen Stadtdirektor
Jörg Küsters, Essen Bauaufsicht bei der SWE
Arbeitnehmervertreter
Hermann Marx, Essen Gesamtschuldirektor a. D., Ratsherr
Mehrdad Mostofizadeh, Essen Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ratsherr
Reinhard Paß, Essen Dipl. Ingenieur, Ratsherr
Manfred Reimer, Essen Oberstudiendirektor, Ratsherr
Wolfgang Schmitz, Oberhausen Gewerkschaftssekretär ver.di
Arbeitnehmervertreter
Dieter Seifert, Essen Gewerkschaftssekretär ver.di
Arbeitnehmervertreter
Andreas Wieschenkämper, Bottrop Leiter Einkauf/Technik/Fuhrpark RGE
Arbeitnehmervertreter

 

Die Geschäftsführung besteht aus den Herren

Dr. Bernhard Görgens, Essen Kaufmännischer Vorstand SWE
(Sprecher)
Dr. Horst Zierold, Wuppertal Kaufmännischer Vorstand EVAG
(stellvertretender Sprecher)
Dietmar Bückemeyer, Gelsenkirchen Technischer Vorstand der SWE
Klaus Kunze, Essen Geschäftsführer EBE
Dirk Miklikowski, Gelsenkirchen Vorstand Allbau AG
Siegfried Voß, Essen Vorstand Personal und Technik EVAG
Klaus Wieschenkämper, Essen Geschäftsführer RGE

 

Den Aufsichtsratsmitgliedern der EVV wurden 48 T€, den aktiven Geschäftsführern 112 T€ und den früheren Mitgliedern der Geschäftsführung 84 T€ vergütet.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigt 6 Angestellte. Weiterhin wurden 14 Angestellte von der Essener Verkehrs-AG und 8 Angestellte von der Stadtwerke Essen AG gestellt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

(wesentliche Beteiligungen)

Anteile Eigenkapital Ergebnis des
Kapital in % am 31.12.2008 Geschäftsjahres
T€
Essener Verkehrs-Aktiengesellschaft, Essen 92,31 166.423 36.231
Ergebnisabführungsvertrag mit EVV Verlustausgleich
Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft, Essen 51,00 117.257 18.908
Ergebnisabführungsvertrag mit EVV Gewinnabführung
Entwässerung Essen GmbH (EEG), Essen 100,00 179.818 8.354
Ergebnisabführungsvertrag mit SWE Gewinnabführung
Allbau AG, Essen 81,778 96.556 21.503
Allbau Managementgesellschaft mbH, Essen 100,00 1.033 784
Ergebnisabführungsvertrag mit Allbau AG Gewinnabführung
Weisse Flotte Baldeney-GmbH, Essen 100,00 25 213
Ergebnisabführungsvertrag mit EVV Verlustausgleich
meoline GmbH, Mülheim an der Ruhr 77,00 947 68
RGE Servicegesellschaft Essen mbH, Essen 100,00 1.500 1.578
Ergebnisabführungsvertrag mit EVV Gewinnabführung
Entsorgungsbetriebe Essen GmbH, Essen 51,00 17.610 5.905
EVV Verwertungs- und Betriebs GmbH (EVB), Essen 100,00 1.815 593
Ergebnisabführungsvertrag mit EVV Verlustausgleich
Stadtbahn-Betriebsführungsgesellschaft Ruhr mit 50,00 61 2
beschränkter Haftung (SBG-Ruhr), Essen
GbR Bredeneyer Tor in Essen 50,00 17.181 1.114
--Bürohaus Alfredstraße--, Essen
Otto Lingner Verkehrs GmbH, Bochum 50,00 124 16
PTS GmbH, Essen 18,00 347 626
Wassergewinnung Essen GmbH, Essen 50,00 2.384 227
Infralogistik ruhr GmbH, Essen 49,00 436 81
rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienst- 50,00 697 436
leistungen mbH, Duisburg
Abellio LuxCo 1 SARL, Luxemburg (Werte aus 2007) 12,36 24.596 -124
TAG Tropolys Altgesellschafter GmbH, Wuppertal 35,81 30 2
ZukunftsZentrumZollverein AG zur Förderung von 26,19 615 31
Existenzgründungen-Triple Z-, Essen *vorläufig
Betriebsgesellschaft Radio Essen mbH & Co. KG, 12,50 1.738 963
Essen (Werte aus 2007)
Betriebsverwaltungsgesellschaft Radio Essen
GmbH, Essen (Werte aus 2007) 12,00 33 2
VEKS-Verwertung und Entsorgung Karnap-Städte 24,68 781 226
Holding GmbH, Essen
RW Energie-Beteiligungsgesellschaft mbH, 4,09 1.714.028 273.008
Dortmund (Werte zum 31.07.2008)
Kommunale Gasspeichergesellschaft EBE 25,00 7.600 -63
mbH & Co.KG, Gronau-Epe (KGE) *vorläufig
Kommunale Gasspeicher Beteiligungsgesellschaft 25,00 25 0
EPE mbH, Gronau-Epe (KGBE) *vorläufig
Verband der komunalen RWE - Aktionäre GmbH, Essen 1,56 1.076 -152
(Werte zum 30.06.08)
Altstadt-Baugesellschaft mbh & Co. KG, Essen 25,67 4.203 902
Zebra, Gesellschaft für Baumanagement mbH, Essen 25,88 96 25

 

 

Essen, 29. Mai 2009

Essener Versorgungs- und
Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Dr. Görgens

Dr. Zierold

Bückemeyer

Kunze

Miklikowski

Voß

Wieschenkämper

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand
  1.1.2008       31.12.2008
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Gewerbliche Schutzrechte          
und ähnliche Rechte 100.631,01 186.812,96 0,00 0,00 287.443,97
  100.631,01 186.812,96 0,00 0,00 287.443,97
II. Sachanlagen          
Andere Anlagen, Betriebs-          
und Geschäftsausstattung 1.664,00 96.800,50 0,00 0,00 98.464,50
  1.664,00 96.800,50 0,00 0,00 98.464,50
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 224.826.261,64 315.612.684,96 0,00 51.094.698,07 489.344.248,53
2. Ausleihungen an verbundene          
Unternehmen 200.704.487,31 0,00 0,00 121.763,93 200.582.723,38
3. Beteiligungen 2.707.365,60 2.000,00 0,00 494.600,00 2.214.765,60
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit          
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 99.966.535,53 0,00 0,00 0,00 99.966.535,53
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.152.051,17 0,00 0,00 0,00 11.152.051,17
  539.356.701,25 315.614.684,96 0,00 51.711.062,00 803.260.324,21
  539.458.996,26 315.898.298,42 0,00 51.711.062,00 803.646.232,68

 

  Abschreibungen
  Stand Zugänge Abgänge Stand
  1.1.2008     31.12.2008
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Gewerbliche Schutzrechte        
und ähnliche Rechte 98.032,01 32.007,71 0,00 130.039,72
  98.032,01 32.007,71 0,00 130.039,72
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs-        
und Geschäftsausstattung 648,00 9.802,94 0,00 10.450,94
  648,00 9.802,94 0,00 10.450,94
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene        
Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 2.101.499,00 0,00 2.101.499,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit        
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 2.101.499,00 0,00 2.101.499,00
  98.680,01 2.143.309,65 0,00 2.241.989,66

 

  Buchwerte
  Stand Vorjahr
  31.12.2008  
 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Gewerbliche Schutzrechte    
und ähnliche Rechte 157.404,25 2.599,00
  157.404,25 2.599,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs-    
und Geschäftsausstattung 88.013,56 1.016,00
  88.013,56 1.016,00
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 489.344.248,53 224.826.261,64
2. Ausleihungen an verbundene    
Unternehmen 200.582.723,38 200.704.487,31
3. Beteiligungen 113.266,60 2.707.365,60
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit    
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 99.966.535,53 99.966.535,53
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 11.152.051,17 11.152.051,17
  801.158.825,21 539.356.701,25
  801.404.243,02 539.360.316,25

 

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV)

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV), Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 2. Juni 2009

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Josef Rakel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Drewes, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2008 in mehreren Sitzungen von den Geschäftsführern über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen. Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung waren Gegenstand eingehender Beratungen.

Der Jahresabschluss der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2008 sind von der PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) und den Lagebericht geprüft und gebilligt. Er empfiehlt der Gesellschafterversammlung, den Jahresabschluss in der vorliegenden Form festzustellen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung über den Ausgleich des Jahresfehlbetrages schließt sich der Aufsichtsrat an.

Den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und den Bericht der Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2008 spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Konzern seinen Dank aus.

 

Essen, im August 2009

Der Aufsichtsrat

Friedhelm Krause,

Vorsitzender